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OBWALDEN: Die Sachslerin Adrienne Helfenstein hat ein Kinderbuch gestaltet

«Von schönen Geschichten lassen sich alle Kinder faszinieren!» Weil sie diese Erfahrung während ihres Sprachaufenthalts machte, gestaltete Adrienne Helfenstein als Maturaarbeit ein sagenhaftes Kinderbuch.
Romano Cuonz
Adrienne Helfenstein stellt ihr Kinderbuch über die Reise von Trinchen und dem kleinen Drachen durch Obwalden vor. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 13. Dezember 2017))

Adrienne Helfenstein stellt ihr Kinderbuch über die Reise von Trinchen und dem kleinen Drachen durch Obwalden vor. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 13. Dezember 2017))

Romano Cuonz

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Im Kanton Freiburg hütete ich Kinder zwischen drei und elf Jahren», erzählt die Sachsler Gymnasiastin Adrienne Helfenstein. Wann immer sie den welschen Kindern eine kurze Geschichte vorgelesen habe, habe sie ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Ja, auch in ihrer eigenen Kindheit sei Kinderbüchern eine wichtige emotionale Bedeutung zugekommen. Später – während einer Reise nach Schottland – begegnete die Schülerin praktisch auf Schritt und Tritt Kinderbüchern über das Land, seine Geschichte und seine Traditionen. Und jetzt habe sie für die anstehende Maturaarbeit eine wichtige Erkenntnis gewonnen, sagt Adrienne Helfenstein: «Ich stellte nämlich fest, dass ich von meinem eigenen Wohnkanton Obwalden eher wenig weiss, obwohl es doch auch hier spannende und mystische Sagen gäbe.» Als kreative Produktion wollte sie ein Kinderbuch herstellen, das von einer besonderen Reise durch den Kanton Obwalden erzählt.

Sagen und ein wenig Geografie

«Mit meinem Kinderbuch sollen die kleinen Leserinnen und Leser auch ein bisschen etwas über den Kanton Obwalden lernen», bemerkte Adrienne Helfenstein bei der Präsentation ihrer Maturaarbeit. Deshalb enthalte das Buch nicht nur eine Geschichte. Dabei sei auch eine kindgerecht gestaltete Karte des Kantons Obwalden mit den Namen aller sieben Gemeinden. Ungewohnt, ja eigenwillig und kreativ ist die Mischung, die die junge Frau mit ihrer Maturaarbeit den Kindern anbietet. Zuerst hat sie gleich zwei fiktive Figuren erfunden und mit Aquarellstiften gezeichnet: ein wuschelköpfiges, rot­wangiges Obwaldner Mädchen namens Trinchen und einen lustig-kindertümlichen kleinen Drachen. Doch die beiden bewegen sich nicht nur in einer bunt gemalten Fantasiewelt. Vielmehr entdecken sie auf ihrer langen Reise zu Trinchens Schwester Josefine den ganzen Kanton Obwalden. Und weil Adrienne Helfen­stein mit ihrer Kamera in allen sieben Obwaldner Gemeinden existente Landschaften – fotografisch sehr gekonnt – eingefangen hat, erscheinen Trinchen und der kleine Drache stets an Orten, die selbst kleinen Kindern bekannt und vertraut vorkommen mögen. Anders gesagt: Die Maturandin setzt in ihrem Kinderbuch ein Charakteristikum von Sagen eins zu eins um: Sie erzählt eine fantastische, die Wirklichkeit übersteigende Geschichte und verbindet sie mit realen Orten und Personen im Kanton Obwalden. Gleich am Anfang der Geschichte sind Trinchen und der kleine Drache beim geheimnisvollen Gerzenseeli zu sehen. Dar­auf geht es in die Obwaldner Exklave Engelberg. Dort wird die Engelbergeraa zum nachts von Zwergen besuchten «Goldbächlein». Über den Lungerersee fliegen die beiden Helden und auch zur Edelsteinhöhle im Giswiler­stock. Nachgerade mystisch geht es zu und her, wenn ein Car nach der Fahrt von Sachseln nach Flüeli-Ranft zu schweben beginnt. Im Sarner Hexenturm wohnt eine richtige Hexe. Und am Ende der Geschichte? Da treffen die beiden Helden – wie könnte es anders sein – natürlich auf dem Sagenberg Pilatus auf viele gutartige kleine Drachen! Bei all den Episoden benutzt die Gymnasiastin als Quellen existente Sagen. Bei der Suche danach beruft sie sich genauso auf Forscher wie Karl Imfeld und Mike Bacher oder auf Erzählerinnen und Erzähler wie Annie Infanger oder Martin Bucher.

Viel Freude für Kinder und Eltern

«Mein Kinderbuch ist eine Art Einladung an Kinder und Eltern, den Kanton Obwalden nach Trinchen und dem kleinen Drachen abzusuchen und so all die sagenhaften Orte kennen zu lernen», umschreibt Adrienne Helfenstein den Zweck ihrer Maturaarbeit. Und jetzt, wo sie ihr hübsches Produkt für die Präsentation in den Händen hält, reflektiert sie: «Es war ein langer Weg, bis alle Texte und Illustrationen buchreif waren, doch nun kann ich damit Kindern Wissen weitergeben und Freude bereiten.» Und gerne gesteht die Gymnasiastin: «Auch ich selber habe mich während dieser Maturaarbeit mit meinem Wohnkanton zum ersten Mal so richtig intensiv und auch kreativ auseinandergesetzt.» Noch präziser: Mit dem Wunsch, Kindern den Kanton Obwalden näherzubringen, habe auch sie ihn sich nähergebracht!

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