OBWALDEN: Die Sarneraa erhält ein neues Gesicht

Ob Sanierung der Ufermauern oder Laichplatz für Frösche: Ohne Massnahmen entlang der Sarneraa ist der Stollen nicht zu haben. Rund 10 Millionen kostet das.

Adrian Venetz
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Diese Massnahmen sind an der Sarneraa geplant. (Bild: Grafik Loris Succo / Neue LZ)

Diese Massnahmen sind an der Sarneraa geplant. (Bild: Grafik Loris Succo / Neue LZ)

Nachdem die Obwaldner Regierung ihre Vorliebe für die Stollenvariante kund getan hat, wird sich bald das Parlament und später das Stimmvolk mit dem Hochwasserschutz im Sarneraatal befassen. So oder so: Auch entlang der Sarneraa wird sich einiges tun. Die baulichen Massnahmen dienen entweder ebenfalls dem Hochwasserschutz, oder sie gelten als ökologische Ausgleichsflächen.

So sind neben der Sanierung von Uferverbauungen – vor allem im Dorfkern Sarnen – beispielsweise auch Laichplätze für Frösche vorgesehen oder Uferbereiche, an denen sich Reptilien wohlfühlen sollen. Im Bereich des Flugplatzes Kägiswil wird die Sarneraa markant aufgeweitet – der Fluss erhält mehr Platz. All dies kostet rund 10 Millionen Franken.

Der kantonale Projektleiter Viktor Schmidiger betont, dass man mit diesen Massnahmen erst in der Entwurfsphase sei. «Wir zeigen damit auf, was machbar ist und was nicht.» Es sei durchaus möglich, dass man im Verlauf von weiteren Verhandlungen – etwa nach Gesprächen mit Naturschutzorganisationen – diese Pläne noch anpasse.