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OBWALDEN: Diplomatisch grüsst die Grüne Insel

Der irische Botschafter Breifne O’Reilly war gestern in der Kantonsschule zu Besuch. Er brachte ein für Irland eher untypisches Geschenk mit: schönes Wetter.
Adrian Venetz
Der irische Botschafter Breifne O’Reilly (links) im Gespräch mit den Schülern Shivabaran Mathyiaparanam und Ernard Kuldija (rechts). (Bild Corinne Glanzmann)

Der irische Botschafter Breifne O’Reilly (links) im Gespräch mit den Schülern Shivabaran Mathyiaparanam und Ernard Kuldija (rechts). (Bild Corinne Glanzmann)

Adrian Venetz

«Le gach deá-ghuí» – so verabschiedet man sich mit den besten Wünschen in der irischen Sprache. Der Botschafter Irlands gab gestern bei seinem Besuch an der Kantonsschule in Sarnen allerdings nur eine kleine Kostprobe der traditionellen gälischen Sprache, die vor allem im Westen der Insel noch täglich gesprochen wird und nach wie vor eine Amtssprache Irlands ist. Danach wechselte Breifne O’Reilly wieder ins Englische, um den rund 100 Schülern der 5. und 6. Klassen über seine Arbeit als Botschafter zu berichten.

Vor der Diskussionrunde hatte Prorektor Thomas Peter den hohen Besuch empfangen und ihn durch das Schulgebäude geführt. Beeindruckt zeigte sich O’Reilly von der Architektur und der Raumaufteilung des Gebäudes. Kaum glauben konnte er, dass beim Hochwasser 2005 das ganze Erd­geschoss unter Wasser stand.

Wichtiger Handelspartner

Breifne O’Reilly wirkt zwar erst seit vergangenem September als irischer Botschafter in der Schweiz, kann über die Eidgenossenschaft aber bislang nur Gutes berichten, wie er im Gespräch mit den Kantonsschülern betonte. Die Schweiz sei Irlands fünftwichtigster Handelspartner. Eine kleine Hürde, so erzählte O’Reilly, seien manchmal die vier verschiedenen Landessprachen. Mit zwei davon dürfte der Botschafter aber kaum grosse Probleme haben – er spricht ausgezeichnet Deutsch und Französisch.

Berge, Seen, eine prächtige Landschaft – in der Schweiz gebe es praktisch alles, was das Herz begehre, schwärmte O’Reilly. «Das Einzige, was der Schweiz fehlt, ist eine Küste.» Diese könne Irland zwar bieten, die Atlantiklage führe aber auch dazu, dass man auf der Grünen Insel hin und wieder «a little bit of rain» habe, so O’Reilly mit einem Schmunzeln – ein kleines bisschen Regen also.

Weitere Themen an der Gesprächsrunde waren etwa der mögliche Ausstieg Grossbritanniens aus der EU («Brexit») und die Flüchtlingskrise.

Breifne O’Reilly wirkt auch als irischer Botschafter für Liechtenstein und Algerien. Früher war er als Botschafter in Israel tätig. Sein Besuch an der Kantons­schule Sarnen fand im Rahmen des Projekts Schulbesuche zum Europa-Tag 2016 statt.

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