OBWALDEN: Direktbussen für Abfallsünder gefordert

Was auf dem Boden stört, kann auf dem Feld zum Tod von Kühen führen. Obwaldner SP-Kantonsräte fordern ein strengeres Durchgreifen.

Matthias Piazza
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Weggeworfener Abfall wie Getränkedosen, Glas oder Pet stellt eine Gefahr für Tiere dar. (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

Weggeworfener Abfall wie Getränkedosen, Glas oder Pet stellt eine Gefahr für Tiere dar. (Bild: Stefan Kaiser / Neue LZ)

«Velofahrer werfen auf ihrer Tour rund um den Sarnersee leere Aludosen einfach weg», beobachtet der Giswiler Bauer Ambros Albert immer wieder. «Anderen Abfall können wir am Wegesrand wegräumen, aber der Wind verteilt die leichten Aludosen über das ganze Feld. Das Problem kriegt man darum nicht in den Griff.» Der Kreiselmäher zerhäckselt dann die Aludosen. Die Kühe fressen die spitzen Teile zusammen mit dem Gras – und könnten sich dabei tödliche Verletzungen zuziehen.

Mit elf weiteren Obwaldner Kantonsräten will Ambros Albert (SP) nun in einem Vorstosses von der Regierung wissen, ob sie die Risiken kennt, die von Aludosen im Wiesland ausgehen, und ob sie bereit sei, zum Wohle der Tiere wirksame Massnahmen zu ergreifen. Albert fordert Direktbussen für liegen gelassenen Abfall und Hundekot. «Ich bin überzeugt, dass Direktbussen eine abschreckende Wirkung haben werden.»