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OBWALDEN: Dominique Gisin mit Glanzresultat in den Verwaltungsrat der Titlis-Bahnen gewählt

Die ehemalige Engelberger Skirennfahrerin sitzt neu im Verwaltungsrat der Titlis-Bahnen. Nicht wunschgemäss vorwärts geht es mit der geplanten Sesselbahn am Jochpass.
Martin Uebelhart
Verwaltungsratspräsident Hans Wicki gratuliert Dominique Gisin zu ihrer Wahl. (Bild: Manuela Jans-Koch (Engelberg, 23. März 2018))

Verwaltungsratspräsident Hans Wicki gratuliert Dominique Gisin zu ihrer Wahl. (Bild: Manuela Jans-Koch (Engelberg, 23. März 2018))

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@obwaldnerzeitung.ch

Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrats sowie Ständerat Hans Wicki als Präsident wurden für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt. Dann galt es Michel Péclard zu ersetzen. Dafür schlug Wicki Dominique Gisin vor. Die ehemalige Skirennfahrerin sagte bei ihrer Vorstellung, sie sei in Engelberg aufgewachsen und ihre Familie sei seit Langem mit dem Dorf verbunden. «Skisport ist und war mein Leben. Ich würde gerne etwas dazu beitragen, dass wir diese Destination weiterhin so erfolgreich auf Kurs halten können.» Engelberg, die Bergbahnen und der Skisport lägen ihr am Herzen und sie werde alles geben, damit die Titlisbahnen weiterhin so tolle Resultate vorweisen könnten. Vor drei Jahren sei sie vom Profiskisport zurückgetreten und habe seither ihr Physikstudium in Angriff genommen, erzählte sie zu ihrem beruflichen Hintergrund. Im Sommer werde sie den Bachelorabschluss machen. Vor dem Abschluss stehe sie auch bei der Berufspilotenlizenz und hoffe, in der Aviatik Fuss fassen zu können. Die Aktionäre wählten Gisin mit dem besten Resultat aller Verwaltungsräte (96 Prozent). Sie dankte fürs Vertrauen und versprach, diesem gerecht zu werden.

Ein «sehr gutes und solides» Ergebnis konnte Verwaltungsratspräsident Hans Wicki gestern 348 Aktionären zuvor präsentieren. Der Betriebsertrag stieg im Geschäftsjahr 2016/2017 um 8,3 Prozent auf 73,2 Millionen Franken. Der Gewinn belief sich auf 15,5 Millionen, ein Plus von 24 Prozent. Der Eigenkapitalanteil erhöhte sich von 83 auf 87 Prozent. In mehreren Bereichen kratzten die Zahlen am Rekord des Geschäftsjahres 2014/2015. Rund 17 Millionen haben die Titlis-Bahnen investiert, ein grosser Teil davon floss in die Beschneiungsanlagen.

Einleitend hatte Wicki gesagt, dass einige Skigebiete den Erfolg mit tiefen Preisen oder gar Gratisfahrten suchten. «Sie vergessen dabei, dass unsere Branche enorm anlage- und kapitalintensiv ist», betonte er. Nur wer seine Anlagen dauernd modernisiere, werde den Anforderungen der Gäste langfristig genügen. Dazu müssten auch die entsprechenden Mittel erwirtschaftet werden, was nur mit einem guten Cash Flow gehe. «So haben wir uns diesem Tiefpreis-Trend widersetzt und setzen voll auf die Qualität und die Schneesicherheit», so Wicki. Der Verwaltungsrat sei überzeugt, dass die Gäste diesen Entscheid goutierten und auch weiterhin zahlreich auf den Titlis kommen werden.

Die Generalversammlung im Hotel Terrace nahm den Jahresbericht und die Jahresrechnung deutlich an und genehmigte auch eine Dividende von 8,40 Franken pro Aktie – fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Guter Start ins neue Geschäftsjahr

Norbert Patt, Geschäftsführer der Titlis-Bahnen, konnte von guten Zahlen für das seit dem 1. November laufende aktuelle Geschäftsjahr berichten. Die Zahl der Ersteintritte liege höher als in der gleichen Periode vor einem Jahr. Erstmals habe man zudem mit Saison- und Jahreskarten einen Umsatz von über 3 Millionen Franken erreicht. «Und das in einem Umfeld mit grossem Preisdruck», wie Patt betonte. Auch in der Gastronomie und der Hotellerie seien Zuwächse zu verzeichnen. «Wir sind in den internationalen Märkten und dem Schweizer Markt hervorragend aufgestellt», gab sich Norbert Patt überzeugt.

Eine Verzögerung gibt es bei der Sesselbahn Engstlensee-Jochpass. Das Bewilligungsverfahren für den Neubau dauere länger als angenommen. Patt hofft, dass die Baubewilligung im August vorliegt und das Projekt in den Sommermonaten 2018 und 2019 realisiert werden kann.

Einen Schlussstrich ziehen die Titlis-Bahnen unter die Affäre der von einem ehemaligen Mitarbeiter veruntreuten 10 Millionen Franken. Das sagte Hans Wicki auf eine Frage aus dem Publikum. «Wir kriegen nichts zurück und es laufen auch keine Verfahren mehr.» Es lohne sich nicht, noch mehr Geld in Anwaltskosten zu stecken.

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