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Obwalden dürfte den Lehrermangel kaum spüren

Mehr Lehrpersonen als in den vergangenen Jahren werden dieses Jahr pensioniert. 21 von ihnen hat Bildungsdirektor Christian Schäli kürzlich verabschiedet. Gelingt es auch, sie zu ersetzen?
Markus von Rotz
Bildungsdirektor Christian Schäli (ganz links) mit den von ihm verabschiedeten Lehrpersonen. (Bild: PD)

Bildungsdirektor Christian Schäli (ganz links) mit den von ihm verabschiedeten Lehrpersonen. (Bild: PD)

Seit 2014 wurden in Obwalden nie mehr so viele Lehrpersonen auf einmal pensioniert wie dieses Jahr: 21 an der Zahl sind es. Sie waren 1 bis 40 Jahre für den Kanton respektive eine Gemeinde im Einsatz. In den vergangenen Jahren schwankte die Zahl zwischen 7 (2013) und 22 (2014). Namentlich sind diese Lehrpersonen ab den Sommerferien Neu-Pensionäre: Bacher Peter, Giswil. Diebold Raymond, BWZ. Good Dodo, Alpnach. Isler Marcel, Sachseln. Jakober Cornelia, Sarnen. Jehli Katy, Sarnen. Kägi Antoinette, Giswil. Keller Angela, Kantonsschule. Lanfranconi Edith, Sarnen. Ledergerber Martin, Musikschule Sachseln. Mattli-Nigg Edith, Alpnach. Minnig, BWZ. Moehle-Vieregge Linda, Stiftsschule Engelberg. Müller Linus, Sarnen. Müller Schiewek Heidi, Sonderschule Rütimattli. Perrin Carol, Engelberg. Scherer Vreny, Sarnen. von Wyl Silvia, Sarnen. Wandeler Helen, Alpnach. Ziegler Pius, Alpnach.

Des Bildungsdirektors kleines Geheimnis

Bildungsdirektor Christian Schäli hat sie kürzlich im Museum Bruder Klaus verabschiedet. Dabei kam ein buntes Mosaik an Unterrichts- und Lebenserfahrung zusammen. In seiner Ansprache dankte er den Lehrpersonen für ihren Einsatz und erzählte dabei, dass er zu seiner Wahl als Regierungsrat von einem seiner Primarlehrer ein Gratulationsschreiben erhalten habe. «Dieser Lehrer war für mich als Kind ein Held», gestand Schäli. «Ohne ihn wäre ich niemals da, wo ich heute bin. Und ich weiss, dass auch Sie für den einen oder anderen Obwaldner ein Held sind.»

21 von total 503 Lehrpersonen (4 Prozent) hören altershalber auf, dazu kommen natürliche Fluktuationen. Lassen sich diese Personen angesichts des Lehrermangels und der immer wieder als zu tief bezeichneten Löhne in Obwalden ersetzen? Peter Gähwiler, Departementssekretär im Bildungs- und Kulturdepartement, beruhigt: «Ende Mai waren noch 6 Stellen, 2 davon in den Volksschulen, offen. Es ist davon auszugehen, dass diese inzwischen besetzt sind oder spätestens per Schuljahresbeginn besetzt werden können.» Genauer weiss er es nicht, weil die meisten Anstellung über die Gemeinden laufen. «Die Bewerbungssituation für die Stellen ist unterschiedlich. Insbesondere in einzelnen Fächern der Orientierungsschule und bei den Schulischen Heilpädagogen gibt es nur wenig qualifizierte Bewerbungen», ergänzt Gähwiler. In der Kanti wiederum sei es jeweils stark von den Fächern abhängig.

Der Kanton kennt eine Deadline bis Ende Januar: Bis dann müssen Lehrpersonen mitteilen, ob sie nächstes Schuljahr dabei bleiben. «Faktisch wurde immer wieder auch später gekündigt», sagt Gähwiler. Oft musste man dann eine Einigung suchen, wie die Regierung in ihrem Bericht zur BIG-Motion (Überprüfung des Bildungsgesetzes) schrieb, der im Mai vom Kantonsrat behandelt wurde. Der Vergleich mit anderen Kanton zeigte zudem, dass sechs Monate sehr lang seien. «Ein flexibles Personalmanagement ist für die Anstellungsinstanz zumindest schwierig, wenn nicht gar unmöglich», bilanzierte die Regierung. Neu wurde nun die Kündigungsfrist fürs unbefristete öffentlich-rechtliche Anstellungsverhältnis von sechs auf vier Monate gesenkt. Diese Frist gilt allerdings für beide Seiten, also auch Lehrpersonen. Der gleiche Bericht zeigt übrigens auch, dass die Zahl der Lehrpersonen über 60 Jahre zwischen 1999 und 2015 von 3 auf 7 Prozent zunahm. Gut möglich, dass damit auch die Zahl der Neu-Pensionäre weiter steigt.

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