OBWALDEN: «Eigentlich müssen wir dankbar sein»

Ausverkauf der Heimat? Alle Hotels in fremden Händen? Der Volkswirtschaftsdirektor bedauert, dass mutige Investoren aus dem Ausland teils auf Antipathie stossen.

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Die drei Hotels des chinesischen Investors Yunfeng Gao sollen
unterirdisch verbunden werden. Das Bild stammt von diesem März. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Die drei Hotels des chinesischen Investors Yunfeng Gao sollen unterirdisch verbunden werden. Das Bild stammt von diesem März. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Ihm gehören bald drei Hotels auf Melchsee-Frutt, die mit einem Tunnel verbunden werden, und in Engelberg wartet er darauf, dass es mit dem Bau eines Luxushotels losgehen kann. Der chinesische Investor Yunfeng Gao, so macht es mitunter den Anschein, bringt sein Geld gleich kofferweise nach Obwalden, um neue Hotels zu bauen oder zu kaufen. Die einheimische Bevölkerung reagiert teils mit gehöriger Skepsis auf solche Grossinvestoren aus dem fernen Ausland. Doch: «Wir müssen froh sein, dass es noch Leute gibt, die in den Tourismus investieren», sagt Markus Bolliger von Obwalden Tourismus.

Auch Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker findet es schade, dass Ausdrücke wie «chinesischer Investor» immer gleich einen «leicht negativen Touch» hätten. Man dürfe nicht vergessen, dass der volkswirtschaftliche Nutzen für den Kanton gross sei.

Adrian Venetz