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OBWALDEN: Ein Abenteurer haucht dem Skilift Langis neues Leben ein

Mit Bungee- und Kletter-Aktivitäten verdient Manuel von Flüe sein Geld. Nun will er den stillgelegten Tellerli-Lift im Langis retten.
Christoph Riebli
Mit «Tellerli» und Computer: Manuel von Flüe an seinem künftigen Arbeitsort, dem Skilift Langis. (Bild: Christoph Riebli / Neue OZ)

Mit «Tellerli» und Computer: Manuel von Flüe an seinem künftigen Arbeitsort, dem Skilift Langis. (Bild: Christoph Riebli / Neue OZ)

Mit Sprüngen kennt sich der 31-jährige Obwaldner gut aus. Besonders mit solchen aus der Titlis-Gondel – 140 Meter in die Tiefe. Als Geschäftsführer der Outventure AG war Manuel von Flüe bis jetzt hauptsächlich sommeraktiv – mit der Betreuung des Seilparks in Engelberg sowie dem Bungee-Angebot. Nun wagt er den Sprung ins Wintergeschäft als neuer Betreiber des Skilifts Langis. Warum macht er das?

Zumal nur wenige Wintersportler wissen, dass es im bekannten Langlaufgebiet auf rund 1440 Meter überhaupt einen Skilift gibt – keine 20 Meter vom Parkplatz entfernt. Gerade mal 300 Meter lang sind der Tellerli-Lift und die Skipiste, die seit einem Jahr brachliegen. «Es ist eher ein unternehmerisches Abenteuer», sagt von Flüe. «Ein gewisses Risiko schwingt schon mit.» Nicht zuletzt auch in Sachen Schneesicherheit.

Am 26. Dezember möchte er den Lift eröffnen, die Blockhittä gleich daneben zu einem kleinen Gastrobetrieb umbauen. «Es wird eine gemütliche Lounge mit viel Charme», sagt er auf die noch verwitterte Sonnenterrasse zeigend. «Ich stelle es mir gemütlich vor, hier ein Blockhittä-Kafi oder ein gutes Glas Weisswein zu trinken, während die Kinder am Lift Skifahren.» Dazu soll es einfache Gerichte geben wie Raclette oder Chili con Carne. Zwei Saisonstellen möchte von Flüe so schaffen. Er selbst werde jeweils samstags zum «Anbigler» und/oder Koch.

Ein Angebot für junge Familien

«Wenn wir es schaffen, die Kosten zu decken, ist das Ziel schon erreicht», sagt Manuel von Flüe. Er weiss, wovon er spricht: Sprunghaft ist schon seine Karriere verlaufen. Nie würde man hinter seiner sportlichen Sonnenbrille einen Zahlenmenschen vermuten. Der gelernte Bankfachmann gibt aber zu: «Das Projekt ist schon auch eine Herzensangelegenheit. Es soll vor allem wieder ein gutes Angebot für junge Familien geben.» Auch Angebote für Firmenanlässe sind geplant.

Unterstützt wird von Flüe zudem vom Lift- und Berghotel-Langis-Besitzer Stephan Thalmann sowie vom Förderverein des örtlichen Skiclubs, der das Projekt eigentlich initiiert hatte: «Die Nachwuchsförderung im Breitensport liegt uns sehr am Herzen», sagt Präsident Bäni Britschgi dazu. Der Lift werde denn auch in Zusammenarbeit mit dem Skiclub Schwendi-Langis – der besonders viele Biathlon-Talente hervorbringt – betrieben. Die Gemeinde Sarnen und die Korporation Schwendi beteiligen sich finanziell daran, so dass in den nächsten vier Jahren mindestens die Konzessionskosten für den Tellerli-Lift gedeckt sind.

Christoph Riebli

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