OBWALDEN: Ein zweites Leben dank Herznotfallgruppe

Seit Einführung der drei First-Responder-Gruppen im Kanton gibt es doppelt so viel Überlebende bei Herzkreislaufstillstand. Birgit G. gehört dazu.

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Die First-Responder-Gruppe-Mitglieder Esther Ming und Stefan Amgarten (von links) nehmen Jana G. (Tochter der Geretteten) in ihre Mitte. (Bild: PD)

Die First-Responder-Gruppe-Mitglieder Esther Ming und Stefan Amgarten (von links) nehmen Jana G. (Tochter der Geretteten) in ihre Mitte. (Bild: PD)

Diesen Tag wird Birgit G. aus Deutschland wohl in ihrem Leben nicht vergessen. Mit ihrem Mann war die 58-Jährige am Vorabend des 23. Juli 2014 im Hotel Löwen in Lungern angekommen. Kurz nach dem Aufstehen am Morgen brach sie zusammen und hatte einen Herzstillstand. Ihr Ehemann konnte gerade noch über den Balkon um Hilfe rufen und begann dann mit der Reanimation. Drei über die Notfallnummer 144 herbeigerufene Kräfte der First-Responder-Gruppe in Lungern übernahmen wenig später die Wiederbelebung mit dem externen Defibrillator. Seit 2009 gibt es die Herznotfallgruppe in Lungern, seitdem wurden 2012 in Giswil und 2013 in Alpnach je eine weitere ins Leben gerufen. Rolf Langenbacher, Leiter Rettungsdienstes im Kantonsspital, und Sandra Schallberger, Projektverantwortliche für First Responder, sind vom Konzept überzeugt: «Seit wir solche Gruppen im Kanton haben, gibt es doppelt so viel Überlebende bei Herzkreislaufnotfällen wie vorher.»

Marion Wannemacher