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Einbrecher vor Obwaldner Gericht: «Bedaure sehr, was ich getan habe»

2014 und 2015 sind vor allem in Sarnen und Giswil über 20 Einbruchdiebstähle verübt worden. Ein Täter muss nun ins Gefängnis.
Robert Hess
Das Gericht in Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann)

Das Gericht in Sarnen. (Bild: Corinne Glanzmann)

«Ich bedaure sehr, was ich getan habe, und würde meine Straf­taten gerne ungeschehen machen», meinte einer der Beschuldigten, ein heute 28-Jähriger, in seinem Schlusswort vor dem Kantonsgericht Obwalden. «Dank meiner Freundin und meinem Arbeitgeber habe ich mich zum Positiven verändert und führe seit meiner Entlassung aus der Untersuchungshaft ein stabiles und anständiges Leben. Ich habe es sogar geschafft, einen grossen Teil meiner Schulden abzuzahlen», fuhr der Einheimische fort.

Seine Straftaten ungeschehen zu machen, war natürlich nur ein frommer Wunsch des Angeklagten, der einen Grossteil der Einbruchdiebstähle zusammen mit zwei ebenfalls jungen Leuten verübt hatte. Die Strafverfahren gegen die Mittäter laufen separat. Ziele der Einbruchdiebstähle mit zum Teil massiven Sachbeschädigungen waren einerseits Gebäude im Sarner Seefeld wie der Kiosk, die Minigolfanlage, das Klubrestaurant Eleven und das Ruderzentrum.

Die zweite Gruppe waren Einfamilienhäuser in Kägiswil, Sarnen, Giswil, Lungern, Horw, Hergiswil und Ennetbürgen. Die dabei verursachten und der Staatsanwaltschaft bekannten Sachbeschädigungen belaufen sich auf rund 16000 Franken. Erbeutet hatte der Beschuldigte, allein oder zusammen mit den Mittätern, Geld- und Sachwerte in der Höhe von insgesamt rund 32000 Franken.

Abgekürztes Verfahren durchgeführt

Die Verhandlung vor dem Kantonsgericht fand im abgekürzten Verfahren statt. Die Staatsanwaltschaft und der Beschuldigte beziehungsweise sein amtlicher Verteidiger hatten sich bereits vor der Hauptverhandlung auf die massgebenden Straftatbestände, das Strafmass und die Zivilansprüche geeinigt. Der Beschuldigte zeigte sich vor Kantonsgericht denn auch geständig und anerkannte die in der Anklageschrift aufgeführten Zivilansprüche.

Das Kantonsgericht stimmte der Durchführung des abgekürzten Verfahrens und den damit verbundenen Anträgen zu. Verurteilt wurde der 28-Jährige wegen mehrfachen vollendeten und versuchten einfachen und bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs oder Versuchs in der Zeit vom 4. Juni 2014 bis 19. August 2015. Ausserdem wurde der Obwaldner der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz durch Herstellen, Lagern, Besitzen, Veräussern und Konsumieren von Drogen sowie der Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig gesprochen.

Sechs Monate Freiheitsstrafe unbedingt

Der Angeklagte ist zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten und einer Busse von 1000 Franken verurteilt worden. Von der Freiheitsstrafe sind 6 Monate, abzüglich 42 Tage Untersuchungshaft, unbedingt zu vollziehen. Der Vollzug der übrigen 24 Monate wird mit einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben, also bedingt. Weiter hat der Täter die Verfahrenskosten von 13 500 Franken zu bezahlen. Die Kosten von rund 12 000 Franken für die amtliche Verteidigung gehen zu Lasten des Kantons, der Angeklagte muss sie aber zurückzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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