OBWALDEN: Engelberg muss Kosten auf Bürger abwälzen

Engelberg erhöht den Preis für die GA-­Tageskarten. Damit befindet sich die Gemeinde in guter Gesellschaft.

Oliver Mattmann
Drucken
Teilen
Die Gemeinde-Tageskarten für die SBB und andere Transportunternehmen erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit - trotz Preisaufschlag in den vergangenen Jahren. (Bild: Keystone / Werner Schelbert)

Die Gemeinde-Tageskarten für die SBB und andere Transportunternehmen erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit - trotz Preisaufschlag in den vergangenen Jahren. (Bild: Keystone / Werner Schelbert)

Seit Engelberg das Angebot vor sechs Jahren eingeführt hat, kostete die GA-Tageskarte unverändert 35 Franken. Mit dieser fahren Einwohner zum Vorzugspreis auf dem gesamten Streckennetz der SBB und den meisten Schifffahrts-, Postauto- und Tramlinien. Nun schlägt die Tageskarte auf den 8. Dezember auf 40 Franken auf.

Wer jetzt denkt, die Gemeinde erhöhe den Preis, um Löcher in der Kasse zu stopfen, der irrt. «Um die Karten zu amortisieren, müssten wir mit 40 Franken eine Auslastung von 90 Prozent haben», hält Gemeindeschreiber Roman Schleiss fest. Doch aktuell habe sich diese bei rund 80 Prozent für die drei verfügbaren Tageskarten eingependelt. «Also auch mit dem neuen Preis werden die Tageskarten für die Gemeinde keinen Gewinn abwerfen», so Roman Schleiss weiter. Fakt ist anderseits, dass der Preis, den die Gemeinden für ein Jahresset Tageskarten (365 Stück) bezahlen, von 8500 Franken im Jahr 2007 auf heute 12 900 Franken angestiegen ist. Das entspricht etwas mehr als 50 Prozent innerhalb von sechs Jahren.

Mit dem neuen Preis von 40 Franken reiht sich Engelberg in die Reihe der anderen Obwaldner Gemeinden ein. Nur in Alpnach ist die Gemeinde-Tageskarte noch etwas teurer.