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OBWALDEN: Engelberg reicht Portugiesen Hand

In der Tourismusbranche arbeiten viele Ausländer. Ein Projekt in Engelberg will den Kontakt zwischen Portugiesen und Einheimischen verbessern.

In Hotels, Restaurants und weiteren touristischen Betrieben sind sie nicht wegzudenken: die Portugiesen. Engelberg möchte nun diese «beliebten und unverzichtbaren Arbeitskräfte» besser ins Dorfleben integrieren, wie die Gemeinde in ihrem Infoblatt schreibt. Dazu wird ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit lanciert und umgesetzt. An der Umsetzung beteiligen sich kantonale und kommunale Behörden sowie Vereine, Schulen und Arbeitgeber – und natürlich die Portugiesen selbst. Der kürzlich erfolgte Aufruf der Gemeinde zur Mitarbeit wurde entsprechend auch in portugiesischer Sprache publiziert.

Etwas mehr als 200 Personen portugiesischer Herkunft leben laut Gemeinde im Klosterdorf, «zum Teil saisonal, zum Teil mit einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder mit einem Schweizer Pass». Eine Hürde, um sich besser zu integrie­ren, stelle oftmals die deutsche Sprache dar. Auch der Kontakt zu Einheimischen, die Kommunikation mit Arbeitgebern und Behörden sei für Portugiesen oft eine Herausforderung.

Erst will man den Ist-Zustand klären

Wie dieses Projekt zur Vernetzung und Zusammenarbeit mit der portugiesischen Bevölkerung konkret aussieht, ist noch offen. An Workshops und im Gespräch mit Vertretern der portugiesischen Bevölkerung sollen solche Fragen geklärt werden, damit man sich ein umfassendes Bild vom Ist-Zustand machen kann. «Auf dieser Grundlage wird dann gemeinsam mit den involvierten Akteuren bestimmt, in welchen Bereichen konkrete Massnahmen und Angebote entwickelt und umgesetzt werden sollen», schreibt die Gemeinde. «Dies können Angebote und Dienstleistungen für unterschiedliche Zielgruppen der portugiesischen Bevölkerung wie Arbeitnehmende, Eltern, Kinder und Jugendliche sein oder auch Unterstützung für lokale Behörden, Lehrpersonen und Arbeitgebende.»

Wie Gemeindeschreiber Roman Schleiss auf Anfrage sagt, entspreche das Projekt auch einem Wunsch der portugiesischen Bevölkerung. «Nach der Publikation unserer Mitteilung haben sich bereits mehrere portugiesische Personen gemeldet, die sich aktiv einbringen möchten.» Die Mitarbeit der Portugiesen sei der Gemeinde sehr wichtig, betont Schleiss, schliesslich wolle man diese Bevölkerungsgruppe keineswegs zu einem Vernetzungsprojekt «verdonnern».

Die Pläne in Engelberg sind ein Teil des von der Hochschule Luzern initiierten Projekts «Plur­Alps», bei dem es um die Integration von Ausländern in ländlichen Regionen und Berggebieten geht. Neben Engelberg sind daran drei weitere Regionen be­teiligt: Inneres Mattertal VS, Lauterbrunnen BE und Oberengadin GR. Die Projektdauer beträgt drei Jahre. Die Engelberger Sozialkommission habe «das Projekt als wichtig erachtet und die erforderlichen Mittel von 7500 Franken für die Laufzeit von drei Jahren gesprochen», schreibt die Gemeinde. 60 Prozent der Finanzierung des Projektes werden vom Bund getragen. Weiter beteiligen sich die Hochschule Luzern und der Kanton Obwalden an der Finanzierung. «Wir werden in den kommenden drei Jahren regelmässig über das Projekt informieren», heisst es weiter. (ve.)

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