Obwalden entlastet untere und mittlere Einkommen

In Obwalden werden jetzt auch die mittlere und unteren Einkommen entlastet. Das Volk hat eine entsprechende Steuergesetzrevision mit 13'257 zu 1575 Stimmen gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung lag bei 62,3 Prozent.

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Nachdem die neue Steuerstrategie bis jetzt vor allem Firmen und hohe Einkommen (Flat Rate Tax) begünstigt hat, können jetzt auch die weniger Begüterten profitieren. Kanton und Gemeinden verlieren durch die Revision rund 6,5 Mio. Franken. Ein neuer Ausgleich soll jenen Gemeinden helfen, die davon überdurchschnittlich betroffen sind.

Die Steuergesetzrevision war unbestritten. Die Linke kritisierte allerdings, dass die ärmeren Obwaldner lange auf eine Entlastung warten mussten. Während bei den oberen Einkommen im Eiltempo Steuern gesenkt wurden, sei man bei den unteren Einkommen im Schneckentempo vorgegangen.

Für Familien wird der Kinderabzug von bisher 4000 auf neu 6200 Franken erhöht. Die Entlastung der weniger Begüterten erfolgt über einen Sonderabzug, der bei unteren Einkommen höher ausfällt.

Ferner wird die Grundstückgewinnsteuer von 2,0 auf 1,8 Prozent gesenkt. Neu erhalten Gemeinden zudem die Möglichkeit, für die Erstellung wichtiger Infrastrukturanlagen eine befristete Sondersteuer einzuführen.

sda