Obwalden entlastet untere und mittlere Einkommen

Nachdem die Obwaldner Steuerstrategie bis jetzt vor allem Firmen und hohe Einkommen (Flat Rate Tax) begünstigt hat, sollen jetzt auch die weniger Begüterten profitieren. Das Volk entscheidet am 23. Oktober über eine weitere Steuergesetzrevision.

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Die Revision ist unbestritten. Die Linke kritisierte allerdings, dass die ärmeren Obwaldner lange auf eine Entlastung warten mussten. Während bei den oberen Einkommen im Eiltempo Steuern gesenkt wurden, sei man bei den unteren Einkommen im Schneckentempo vorgegangen.

Die Regierung verweist jedoch auf die positive Entwicklung der Steuerstrategie, die jetzt auf Anfang 2012 diese weitere Steuersenkung für Familien sowie Personen mit unteren und mittleren Einkommen erst ermögliche.

Für Familien wird der Kinderabzug von bisher 4000 auf neu 6200 Franken erhöht. Die Entlastung der weniger Begüterten erfolgt über einen Sonderabzug, der bei unteren Einkommen höher ausfällt.

Ferner wird die Grundstückgewinnsteuer von 2,0 auf 1,8 Prozent gesenkt. Neu erhalten Gemeinden zudem die Möglichkeit, für die Erstellung wichtiger Infrastrukturanlagen eine befristete Sondersteuer einzuführen.

Kanton und Gemeinden verlieren durch die Steuerrevision rund 6,5 Mio. Franken. Ein neuer Ausgleich soll jenen Gemeinden helfen, die davon überdurchschnittlich betroffen sind.

sda