Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBWALDEN: Er will sich an die Spitze «töggele»

Der Alpnacher Hannes Wallimann gehört zu den besten Tischfussballern der Schweiz. Für die Schweizer Meisterschaft hat er sich hohe Ziele gesetzt. Spass machen soll es trotzdem.
Franziska Herger
Hannes Wallimann in Aktion im Einzel an der Weltmeisterschaft 2017 in Hamburg. (Bild: PD)

Hannes Wallimann in Aktion im Einzel an der Weltmeisterschaft 2017 in Hamburg. (Bild: PD)

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Seit kurzem ist Tischfussball, auf gutschweizerisch «Töggele», von Swiss Olympic offiziell als Sport anerkannt. Einer der besten Schweizer Tischfussballer ist der Alpnacher Hannes Wallimann. «‹Töggele› darf man auch nach der Anerkennung im letzten November noch sagen, das mache ich auch», meint der 25-Jährige mit einem Schmunzeln. Der Seriosität, mit der Wallimann für seinen Sport trainiert, tut das keinen Abbruch. Für die anstehende Schweizer Meisterschaft am 3. und 4. Februar in Bern analysiert der Volkswirtschaftsstudent seine Gegner auf Video und trainiert vor dem Turnier fünfmal die Woche im Vereinslokal oder in der Berner Wohnung seines Doppelpartners Pascal Salzgeber aus Graubünden.

Wallimann hofft, in Bern ihren Siegertitel im Doppel von der letzten Schweizer Meisterschaft im Jahr 2016 verteidigen zu können. In der Kategorie Herren Einzel hat er sich dagegen zum Ziel gesetzt, unter den besten drei zu landen. Hannes Wallimanns Tischfussball-Karriere ist mit Erfolgen gespickt: Er spielt in der Nationalmannschaft, belegte an Weltmeisterschaften bereits mehrmals Top-10-Plätze, und mit dem von ihm mitbegründeten Tischfussballclub Luzern erreichte er in der internationalen Champions League 2017 den zweiten Platz. Doch das war nicht immer so: Schon als kleiner Bub habe er auf dem «Töggeli»-Kasten zu Hause geübt, später dann am Gymi Sarnen und im Ausgang, erzählt Wallimann. Seine Kollegen hörten bald auf mit dem «Töggelen». «Ich habe weitergemacht, mit mässigem Erfolg», erzählt der Alpnacher.

«Ich fragte mich irgendwann, warum machst du das überhaupt?» Statt aufzugeben, setzte er sich ein eisernes Ziel: «Ich wollte Schweizer Meister werden.» Nachdem ihm das vor zwei Jahren gelang, will Wallimann weiter dranbleiben. «Motivation ist heute noch meine Stärke», sagt er. «Und dazu habe ich ein ziemlich schnelles Reaktionsvermögen.»

Die Konkurrenz ist stark

Tischfussball sei vor allem mental anstrengend, erklärt Hannes Wallimann. «Für ein langes Turnier muss man zwar, ähnlich wie andere Sportler, die Kräfte richtig einteilen. Aber vor allem geht es darum, die Schwächen des Gegners zu finden und auszunutzen und gleichzeitig selber keine Schwächen preiszugeben – ei­gentlich ähnlich wie etwa im Tennis.» Für die Schweizer Meisterschaften rechnet sich Wallimann ziemlich gute Chancen aus. Aufgrund seiner guten Platzierung auf der internationalen Rangliste konnte er sich direkt qualifizieren. «Die Konkurrenz ist aber stark, daher ist der Erfolg schwierig abzuschätzen», wiegelt der Alpnacher ab.

Wallimanns Fernziel ist die Weltmeisterschaft 2019 im spanischen Murcia. Im Einzel ist er dafür schon qualifiziert. «Wenn wir in Bern in die Top 2 kommen, spielen wir auch im Doppel an der WM», erklärt er. Bei allem Ehrgeiz ist das «Töggele» für Wallimann aber «einfach ein Hobby. Das Wichtigste ist für mich daher, dass ich Spass habe am Turnier.»

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie unter www.swissfoosfinals.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.