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OBWALDEN: FDP macht die Lehrer ratlos

Das Papier mit Forderungen zum Bildungswesen kam ungewollt an die Öffentlichkeit und sorgte unter Lehrern für Aufregung. Trotz Entschuldigung sind sie noch nicht zufrieden.
Markus von Rotz
Orientierungsstufe Giswil. (Bild: Romano Cuonz (Giswil, 31. Januar 2012))

Orientierungsstufe Giswil. (Bild: Romano Cuonz (Giswil, 31. Januar 2012))

Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

«Trotzdem bleibt der bittere Nachgeschmack und lässt die Frage im Raum: Wie stehen die Liberalen nun wirklich zur Bildung und zu den ausgebildeten Fachkräften, die an der Schule arbeiten?» Dies fragt sich der Vorstand des Obwaldner Lehrervereins in seinem neusten Newsletter an seine Mitglieder nach der Veröffentlichung eines offenbar nur internen Papiers (siehe Nachgefragt) der FDP zur Zukunft der Schulen in Obwalden. «Dieses ‹unbereinigte Arbeitspapier› enthüllt doch eine Haltung, die offenbar in der FDP vorhanden ist», heisst es da weiter.

Was war geschehen? Bis Ende Dezember hatten Parteien und Interessierte Zeit, sich zu Änderungsvorschlägen zur Bildungsgesetzgebung zu äussern. Anlass war ein Vorstoss aus dem Dezember 2015 im Kantonsrat – die so genannte BIG-Motion. Sie forderte eine Überprüfung, «um die Volks- und Kantonsschulen administrativ und finanziell zu entlasten». Die Regierung schlug unter anderem die volle Kostenübernahme der Lehrer-Weiterbildung durch die Gemeinden und deren Mitbeteiligung an den Kosten des Untergymnasiums vor (Ausgabe vom 28. Januar). Statt der Meinung der Kantonalpartei geriet nun im Fall der FDP dazu ein von einem Kernser Kantonsrat verfasstes Einzelpapier als offizielle Verlautbarung via Webseite an die Öffentlichkeit.

Mit Sätzen wie «Altersentlastungen sind zu streichen» (siehe Beispiele nebenan) brachte die Partei den Lehrerverein auf die Palme. Im Newsletter gibt dieser einen Wink mit dem Zaunpfahl an seine Mitglieder im Hinblick auf den grossen Wahlsonntag: «Eure Entscheide am 4. März werden die zukünftige Bildungslandschaft in Obwalden massgebend mitprägen.» Man habe rege diskutiert, welche Massnahmen man ergreifen wolle, um die FDP-Politiker über Bildung aufzuklären, heisst es darin weiter. Kantonalpräsident Hans-Melk Reinhard sei ihnen dann mit einer Entschuldigung zuvorgekommen.

«Die Entschuldigung für den Fauxpas von höchster Stelle ist lobenswert», schreibt der Verein. Man habe Reinhard jedoch mitgeteilt, «dass wir uns noch eingehend mit dem Papier und ­dessen Aussagen beschäftigen werden». An der nächsten Vorstandssitzung Ende Monat wolle man über sinnvolle Massnahmen dazu beraten.

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