OBWALDEN: Feuerkontrolle findet «teure» Schraube in Cheminée

660 Franken kostete ein Ehepaar der Fund einer Schraube in der Asche ihres Cheminées.

Marion Wannemacher
Merken
Drucken
Teilen
Dieses Fundstück in der Cheminée-Asche trug eine saftige Rechnung ein. (Bild: PD)

Dieses Fundstück in der Cheminée-Asche trug eine saftige Rechnung ein. (Bild: PD)

«Wie Schwerverbrecher» fühlten sie sich behandelt, als sie von der Polizei einvernommen wurden und eine Busse über 560 Franken erhielten und für das Beweisfoto noch weitere 100 Franken zahlen mussten. Zumal für sie unerklärlich sei, wie die Schraube in ihrem Cheminée gelandete sei, schilderte das Ehepaar den Fall.

Sie orteten Verhältnisblödsinn. Doch der zuständige Feuerungskontrolleur Jonas Wieland, selber auch Kaminfeger, ist anderer Meinung: Am gleichen Ort sei nämlich schon vor zwei Jahren eine Aschenprobe beanstandet worden.

Und die Kritik der Betroffenen in ihrem Fall wäre gar keine Kontrolle nötig gewesen, kontert er auch: «Die Zentralschweizer Kantone haben sich 2008 auf einen einheitlichen Vollzug der Aschenkontrolle bei kleinen Holzfeuerungen unter 70 Kilowatt geeinigt. Die Konferenz der Zentralschweizer Umweltschutzdirektoren hat die Rahmenbedingungen erlassen.» Alle kleinen Holzfeuerungen, die mindestens alle zwei Jahre gereinigt werden, müssten periodisch kontrolliert werden.

Wieland stellt der Mehrheit der Heizungsbesitzer ein gutes Zeugnis aus. Sie seien «heute besser darüber informiert, was sie dürfen und nicht.» Die Zahl der Beanstandungen sei in den vergangenen Jahren gesunken.