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OBWALDEN: Feuerwehren sind für Extremfall gewappnet

Die Feuerwehr und die Forstdienste sind auf Waldbrände vorbereitet. Bis Ende 2019 wird auch ein Notfallkonzept vorliegen. Dies antwortet die Regierung auf eine Anfrage im Kantonsrat.
Ein Plakat warnt vor grosser Waldbrandgefahr. (Bild: Arno Balzarini/Keystone (10. April 2011))

Ein Plakat warnt vor grosser Waldbrandgefahr. (Bild: Arno Balzarini/Keystone (10. April 2011))

Rund die Hälfte der Wälder in Obwalden hat eine Schutzfunktion, je nach Gemeinde sind es 37 (Sarnen) bis 66 Prozent (Sachseln). Weil diese Zahlen «eindrücklich zeigen, wie wichtig ein gut überlegtes Waldbrandbekämpfungskonzept für Obwalden wäre», stellten Kantonsrat Albert Sigrist (SVP, Giswil) und 20 Mitunterzeichner der Regierung in diesem Zusammenhang im Dezember verschiedene Fragen, die inzwischen beantwortet worden sind.

So wollten die Interpellanten wissen, ob die Feuerwehren und Forstdienste auf den Extremfall eines grösseren Waldbrandes vorbereitet seien. Ja, sagt die Regierung, die Feuerwehren würden sich bei Bedarf auch gegenseitig Hilfe leisten und sogar ausserkantonale Feuerwehren beiziehen – zudem seien die Einsatzmittel teilweise sogar flugtauglich (Helikopter) vorbereitet.

Allerdings hat Obwalden noch kein Notfallkonzept zur vernetzten Bekämpfung von möglichen Waldbränden. Ein solches sei aber in Vorbereitung. Die Notfallplanung durch das Feuerwehrinspektorat Ob- und Nidwalden werde in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald und Landschaft vorgenommen und voraussichtlich bis Ende 2019 vorliegen, schreibt die Regierung.

Gemeinden zahlen die Kosten der Einsätze

Weitere Fragen drehten sich um die finanziellen Folgen. Wer bezahlt Löscheinsätze oder wer übernimmt die Aufforstung von zerstörten Wäldern? Grundsätzlich würden die Gemeinden die Kosten der Feuerwehr und der weiteren aufgebotenen Einsatzmittel bezahlen. Nur falls Drittpersonen für die Brandauslösung verantwortlich sind, können diese Kosten überwälzt werden. Für die Wiederbewaldung sei hingegen grundsätzlich der Waldeigentümer zuständig, so die Regierung weiter. Nur wenn Schutzwald betroffen ist, könnten Massnahmen durch Bund, Kanton und Gemeinden finanziell unterstützt werden. Im Nichtschutzwald können allerdings keine Beiträge ausgerichtet werden, in der Regel werde auf die Regenerationsfähigkeit der Natur gesetzt.

Die Regierung weist in ihrer Antwort noch darauf hin, dass in den letzten Jahren in Obwalden nach längeren Trockenperioden kleinere Waldbrände vorgekommen seien, die jedoch von der Feuerwehr schnell gelöscht werden konnten. Grossbrände seien in den letzten Jahrzehnten nicht aufgetreten.

Klimaerwärmung erhöht die Gefahr von Bränden

Zudem würden die meteorologischen Entwicklungen durch das Amt für Wald und Landschaft in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrinspektorat, den Revierförstern und anderen Zentralschweizer Kantonen laufend beobachtet. «Der Regierungsrat ist sich bewusst, dass die Waldbrandthematik in Zusammenhang mit der Klimaerwärmung zukünftig eine verstärkte Bedeutung erhalten wird.»

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@obwaldnerzeitung.ch

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