OBWALDEN: Föhrenkrankheit auf dem Vormarsch

Im Wald und im Siedlungsgebiet sind Föhren von Krankheiten befallen. Nun wurden Förster darauf geschult.

Robert Hess
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Förster aus Obwalden und dem Entlebuch liessen sich über die Rotband- und andere Krankheiten an Pflanzen informieren. (Bild Robert Hess)

Förster aus Obwalden und dem Entlebuch liessen sich über die Rotband- und andere Krankheiten an Pflanzen informieren. (Bild Robert Hess)

Rund 30 Revierförster aus Obwalden und dem Entlebuch, der kantonale Pflanzenschutzdienst sowie Feuerbrandexperten des Kantons drückten in Giswil die Schulbank. Sie liessen sich von Alexander Angst vom Waldschutz Schweiz der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL über den Vormarsch der Rotbandkrankheit bei Föhren im Wald und in den Siedlungsgebieten informieren. Diese verursacht einen starken Nadelverlust, welcher die Bäume schwächt und anfälliger auf sekundäre Krankheitserreger macht.

Die Rotbandkrankheit wurde in der Schweiz erstmals 1989 festgestellt. Es handelt sich dabei um eine Nadelkrankheit, die wahrscheinlich aus den USA und Zentralamerika eingeschleppt wurde. Bis 2012 waren praktisch ausschliesslich Bergföhren in Parkanlagen oder auf Friedhöfen befallen. Seit 2013 tritt die Rotbandkrankheit auch im Wald auf, wie Stichproben ergeben haben. Betroffen sind neben Gebieten im Kanton Graubünden auch solche im Kanton Obwalden und zwar in den Gebieten Glaubenbielen, Rorwald und Glaubenberg.