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OBWALDEN: Frau Holle macht Langläufer glücklich

Die 160 Teilnehmer des Swiss-Jugend-Langlauflagers im Langis können sich vor lauter Schnee kaum retten. Nach der letztjährigen Absage ist die Erleichterung der Organisatoren gross und die Begeisterung der Kinder noch grösser.
Franziska Herger
Lagerteilnehmer wärmen sich auf, bevor es wieder auf die Loipe geht. (Bild: Franziska Herger (Langis, 28. Dezember 2017))

Lagerteilnehmer wärmen sich auf, bevor es wieder auf die Loipe geht. (Bild: Franziska Herger (Langis, 28. Dezember 2017))

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

«Wir werden von einem Mammut gejagt!», ruft Samuel Müller. «Springt!» Rund um den Langlaufleiter springen elf Teenager samt Ski in die Luft und landen mit Gekicher. Es ist der zweite Tag des 22. Swiss-Jugend-Langlauflagers (Julala) im Langis, und vor lauter Schneetreiben sind die 160 Teilnehmer zwischen 10 und 16 Jahren nur als farbige Punkte auf der Piste auszumachen. Um sich bei den Minustemperatu­- ren warmzuhalten, spielen sie «Mammut» oder den watschelnden «Pinguin» und flitzen dann wieder davon.

«Wir haben gebibbert, dass es klappt mit dem Schnee», sagt die Leiterin und Kommunikationsverantwortliche Sonja Huser. Die Erleichterung ist der Sachslerin anzuhören. Das letztjährige Julala musste wegen Schneemangels abgesagt werden. «Dieses Jahr hatten wir einen Plan B vorbereitet mit Al­ternativsportprogramm in der ganzen Gegend», erklärt Sonja Huser. «Logistisch wäre das aber eine grosse Herausforderung geworden.» Wie sehr sich die 60 Leiter bereits bei den Vorbereitungen auf das Lager freuten, haben sie gar in einem Video festgehalten.

Auch dieses Jahr war das grösste Schweizer Breitensport-Langlauflager im Nu ausgebucht: «Innert 12 Minuten hatten wir bereits 130 Anmeldungen», sagt Huser. «Die Kinder lernen hier viel, haben Spass, und die Teilnahmegebühr von 60 Franken kann sich fast jede Familie leisten», erklärt sie die Beliebtheit des Lagers. Auch sechs Kinder mit besonderen Bedürfnissen, von Down-Syndrom bis Sehbehinderung, sind mit dabei.

Noch bis 31. Dezember toben sich die Kinder und Jugendlichen aus der ganzen Schweiz auf den Loipen aus, in 16 Gruppen von Anfängern bis Wettkampf-Langläufern. Die 10-jährige Leila Zeller aus Unterägeri in Zug gehört zu Ersteren und müht sich am Beginn der Loipe ab. «Runterfahren ist einfacher», meint sie gelassen. «Man muss es halt lernen.» Den Kindern wird neben dem Langlaufen auch ein Rahmenprogramm mit mehrtägigen Spielen und einem Stargast geboten: Gestern durften sie Ruder-Olympiasieger Mario Gyr nach Herzenslust ausfragen.

Auch Asylgesuchsteller wagen sich auf die Ski

Neben den Kindern wagten sich gestern auch 14 Gesuchsteller vom Bundesasylzentrum Glaubenberg auf die Ski. Seit 2015 findet das Julala in der Truppenunterkunft statt, wo auch die Asylbewerber wohnen. «Die Zusammenarbeit mit dem Team verläuft reibungslos und sehr offen», lobt Sonja Huser. «Mit dem kleinen Langlaufkurs wollten wir etwas zurückgeben.»

Huser, selber begeisterte Wintersportlerin, ist vom Wert des Julala überzeugt. «Die Kinder finden Freunde, verbringen Zeit in der Natur, und in dem Alter fällt das Lernen auch noch leichter und macht mehr Spass.» Das findet auch der 15-jährige Adrian Zoelly aus dem zürcherischen Männedorf. Er ist «schon mindestens zum vierten Mal» im Langlauflager. «Am besten gefällt mir einfach ‹ds Langloiflä›», meint er und skatet ganz professionell von dannen.

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