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OBWALDEN: Fruchtbarer Boden für Kulturnetzwerk

In einem gross angelegten Projekt sollen sich Wissenschaftler und Künstler mit der Obwaldner Landschaft auseinandersetzen. Der Trägerverein sucht nun Mitglieder für die ideelle und finanzielle Unterstützung.
Adrian Venetz
Im Bild: Josef Hess Bafu-Vizedirektor (Archivbild)

Im Bild: Josef Hess Bafu-Vizedirektor (Archivbild)

Dass das Projekt mehr sein soll als eine Eintagsfliege, zeigt sich bereits bei der Besetzung des Trägervereins: An der Spitze stehen Nationalrat Karl Vogler und Josef Hess, Vizedirektor des Bundesamts für Umwelt und Obwaldner Regierungsratskandidat. «Kulturlandschaft Obwalden» heisst das Kind dieses Vereins. Es handelt sich um ein breit angelegtes Projekt, das sich mit der Obwaldner Landschaft und Kultur auseinandersetzt – dies mittels verschiedensten wissenschaftlichen und künstlerischen Beiträgen zum Thema (siehe Kasten). Am Donnerstagabend wurde das Projekt vor rund 100 interessierten Besuchern im Sarner Metzgern-Saal vorgestellt.

Die Projektidee stammt ursprünglich von der Sarner Künstlerin Marie-Catherine Lienert, die seit 1991 als Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste arbeitet. Gemeinsam mit weiteren Obwaldner Kulturschaffenden und Interessierten wurde die Idee weiterverfolgt, bis 2015 der Trägerverein gegründet wurde. «Ziel und Zweck des Vereins ist es, die Entstehung, Entwicklung, Vielfalt und Qualität unserer Landschaft ins Bewusstsein einer möglichst breiten Öffentlichkeit zu rufen», sagte Karl Vogler. «Das Projekt Kulturlandschaft Obwalden will einen vertieften und umfassenden Zugang zur Landschaft in unserem Kanton vermitteln.»

Mit der Zeit entsteht ein grosses Netzwerk

Josef Hess zeigte sich hoch erfreut über das zahlreiche Erscheinen von interessierten Besuchern am Donnerstagabend. «Mit so vielen Leuten haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet.»

Hess zitierte aus der Langfriststrategie des Kantons, in welcher Obwalden als «in einmaliger Landschaft aufstrebend» beschrieben wird. Dies beweise: Auch in der Politik sei man sich bewusst, dass «die Landschaft etwas sehr Zentrales in Obwalden ist», so Hess. Indem man Wissenschaftler und Künstler zusammenbringe, die sich mit der Obwaldner Landschaft beschäftigen, entstehe mit der Zeit «ein riesiges Netz» mit wissenschaftlichen und kulturellen Beiträgen.

Die Informationsveranstaltung vom Donnerstagabend hatte auch das Ziel, neue Vereinsmitglieder zu gewinnen, um im Frühling eine erste Versammlung durchzuführen. Durch jährliche Mitgliederbeiträge – Karl Vogler sprach von etwa 50 Franken pro Person – sollen die verschiedenen wissenschaftlichen und kulturellen Beiträge zum Projekt finanziert werden. «Wir wollen möglichst viele Mitglieder für eine ideelle und finanzielle Unterstützung», so Vogler. Eine Anschubfinanzierung von 60 000 Franken gab es bereits von der kantonalen Kulturkommission aus Swisslos-Mitteln.

Herzstück ist neue Website

Projekt Das Projekt «Kulturlandschaft – Landschaft und Kultur in Obwalden» schafft einen «vertieften und umfassenden Zugang zur Landschaft im Kanton Obwalden», heisst es im Projektbeschrieb. «Vorhandenes Wissen um die Landschaft wird gesammelt, strukturiert und in einen neuen Zusammenhang gebracht.» Das Projekt ist in drei Etappen gegliedert.

Etappe 1: Herzstück der ersten Etappe ist eine neue Internetplattform (siehe Hinweis). Hier werden sukzessive Fachartikel erscheinen. Zwei sind bereits online: «Zur Klimageschichte Obwaldens» von Daniel Rogger aus Kerns und «Die Landschaft in der Obwaldner Tourismusentwicklung bis 1914» von Mike Bacher aus Engelberg. Die Plattform enthält weiter Daten zur Kommunikation und zu Personen sowie einen Ausstellungs- und Veranstaltungskalender.

Etappe 2: Ab 2018 finden Ausstellungen in den drei Obwaldner Museen und in der Galerie Hofmatt in Sarnen statt. Im Museum Bruder Klaus in Sachseln wird beispielsweise der Nationalstrassenbau zum Thema gemacht und der damalige Widerstand künstlerisch aufgearbeitet. Auch musikalische Projekte und Filmbeiträge werden in der zweiten Etappe realisiert und aufgeführt.

Etappe 3: 2019 ist eine Hauptausstellung in der Turbine Giswil oder auf dem Landenberg in Sarnen geplant. Hier werden alle vorgängigen Themen und Projekte zusammengefasst und vorgestellt. Wiederum setzen sich auch Künstler damit auseinander.

Mehr Informationen unter: www.kulturlandschaft-ow.ch.

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Adrian Venetz

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