OBWALDEN: Gedenkfeier für Bruder Klaus: Parmelin gesellt sich zu Huonder

Das Programm für die umstrittene Bruder-Klaus-Feier vom 19. August steht. Die Organisatoren wollen mehr bieten als nur zwei polarisierende Festredner.

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Eng wurde es nicht an der gestrigen Medienkonferenz in Bern: Albert Sigrist und Monika Rüegger informieren über die nationale Gedenkfeier vom 19. August. (Bild: Peter Schneider/Keystone (29. Mai 2017))

Eng wurde es nicht an der gestrigen Medienkonferenz in Bern: Albert Sigrist und Monika Rüegger informieren über die nationale Gedenkfeier vom 19. August. (Bild: Peter Schneider/Keystone (29. Mai 2017))

Die «alternative» Gedenkfeier zum 600-Jahr-Jubiläum von Bruder Klaus hat prominenten Zuwachs bekommen. Neben den bereits bekannten Rednern – SVP-Urgestein Christoph Blocher, SVP-Nationalrat Peter Keller und Bischof Vitus Huonder – treten an der Feier vom 19. August zwei weitere Persönlichkeiten auf. Es sind SVP-Bundesrat Guy Parmelin sowie die Obwaldner Regierungsrätin Maya Büchi (FDP), die dannzumal voraussichtlich das Amt des Landammanns bekleidet. Die beiden Politiker werden eingangs des offiziellen Festakts am Nachmittag Grussworte überbringen. Dies gab der organisierende Verein «Die Schweiz mit Bruder Klaus» am Montag bekannt.

An der Spitze des Vereins steht die Obwaldner SVP-Kantonalpräsidentin und -Kantonsrätin Monika Rüegger. Gemeinsam mit SVP-Kantonsrat Albert Sigrist lud sie am Montag die Medien nach Bern, um die Neuigkeiten und das Programm (siehe Kasten) zu verkünden. Dabei wurden die beiden nicht von Medienschaffenden überrannt – gerade mal zwei Personen erschienen zur Pressekonferenz. «Viel mehr habe ich ohnehin nicht erwartet», sagt Rüegger.

«Auch unser Bischof und Blocher haben was zu sagen»

Zur Erinnerung: Nach der Ankündigung dieser in SVP-Kreisen geborenen Gedenkfeier gab es einige hämische Kommentare für den Verein «Die Schweiz mit Bruder Klaus» – nicht zuletzt wegen der polarisierenden Redner Christoph Blocher und Vitus Huonder. Monika Rüegger zeigte sich gestern auf Anfrage nach wie vor überzeugt, dass die Gedenkfeier vom 19. August weder deplatziert noch überflüssig ist. «Wenn ich zurückblicke, wie viele Leute schon über Bruder Klaus gesprochen haben, bin ich überzeugt: Auch unser Bischof und Christoph Blocher haben dazu etwas zu sagen.» Rüegger betont zudem, dass sowohl Parmelin als auch die Obwaldner Regierung rasch zugesagt hätten, als man sie bat, die Gedenkfeier mit einer Grussbotschaft zu bereichern. Ausschlaggebend für die Organisation der Feier war gemäss Rüegger der Entscheid des Bundesrats Mitte 2016, keine nationale Gedenkfeier durchzuführen.

Wie viele Personen die Gedenkfeier in Flüeli-Ranft besuchen werden, sei schwer abzuschätzen, sagt Rüegger. «Wir rechnen mit gut 1000 Besuchern, sind aber bestens gerüstet, falls es einige mehr werden.» Bruder Klaus sei nicht nur ein Mystiker, sondern auch ein Familienmensch gewesen. «Dem wollen wir Rechnung tragen. Unsere Feier wird ein Anlass für die ganze Familie.» (ve)