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OBWALDEN: Gefahren für Hausbesitzer steigen

Die Herbstversammlung des Hauseigentümerverbandes Obwalden war dem Thema Naturgefahren gewidmet. Es gab wertvolle Tipps für die richtige Versicherung.
Blick auf Sarnen: In Obwalden wohnen rund 20 Prozent der Bevölkerung in Bauten ausserhalb der Bauzone. (Bild Corinne Glanzmann)

Blick auf Sarnen: In Obwalden wohnen rund 20 Prozent der Bevölkerung in Bauten ausserhalb der Bauzone. (Bild Corinne Glanzmann)

Die Häufigkeit und Intensität der Naturereignisse würden gemäss heutigem Kenntnisstand weiter zu nehmen. Für den Schutz von Gebäuden und Grundstücken sei der Eigentümer verantwortlich. Das sind die beiden Kernaussagen von Stephan Flury, Bereichsleiter Infrastruktur/Raumentwicklung/Umwelt der Einwohnergemeinde Sarnen. Er ist in dieser Funktion seit 2010 ver­antwortlich und präsentierte sein Wissen den knapp 100 Mit­gliedern des Hauseigentümerverbandes Obwalden an ihrer Herbstversammlung auf anschauliche Art und Weise.

Messbar sei etwa, dass auch in Obwalden intensivere Stark­regen im Sommer und Winter vorkommen. Wärmere Luft verursache mehr Speichervermögen für Wasser, die Schneefallgrenzen würden steigen, und das warme Klima verschiebe sich von Italien in unsere Gegenden. Die Prognose des Fachmanns: Die Häufigkeit und die Schäden werden zunehmen.

Private verantwortlich für den Objektschutz

Die Ziele des integralen Risikomanagements durch die öffentliche Hand umriss Flury wie folgt: die bestehenden Risiken minimieren und kein neues Schadenpotenzial schaffen. Anhand von Gefahrenkarten zeigte er auf, wie intensiv und wie häufig die Ereignisse eintreten können. Für den dauerhaften Objektschutz sei der Private verantwortlich, die öffentliche Hand anderseits verantwortlich für Flächenschutz bei Naturgefahren. Der Schutz werde erreicht durch die Raumplanung, die Massnahmen an der Gefahrenquelle und die Vorbeugung und Bewältigung.

Im zweiten Teil referierte Roland Arnold, Generalagent der Mobiliar für die Kantone Ob­walden und Nidwalden, ebenfalls zum Thema Naturgefahren. Arnold ist seit zehn Jahren Generalagent und wartete mit zahleichen Tipps für die Hauseigentümer auf. Er stellte seine Ausführungen unter den Titel «Vorbeugen ist besser als heilen». Vorerst zählte er die verschiedenen Gefahren auf wie etwa Sturm, Hagel, Hochwasser, Lawinen, Murgänge, Steinschlag, Blitz oder Erdbeben. Er betonte die Wichtigkeit des Schutzes bei Neu­bauten, bestehenden Bauten und Grundstücken. Detailliert ging er auf die Gefahrenelemente ein und erwähnte die notwendigen baulichen Massnahmen sowie Unterhalts- und organisatorischen Massnahmen.

Neben versicherbaren Gefahren sind laut Arnold die korrekte Gebäudeversicherungssumme inklusive baulicher Anlagen und Einrichtungen ausserhalb des Gebäudes (etwa Schwimmbäder, Stützmauern, Stege oder Solaranlagen) sowie die baulichen Einrichtungen im Innern wichtige Bestandteile einer Gebäudeversicherung. Auch die Deckung der Gebäudehaftpflicht sowie der Umgebungsversicherung sei genau zu prüfen.

Markus Villiger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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