Obwalden geht der Platz für Flüchtlinge aus

Der Kanton Obwalden sucht dringend Unterkünfte für mindestens 25 zusätzliche Asylsuchende und Flüchtlinge. Wegen dem angespannten Wohnungsmarkt gestaltet sich dies aber als äusserst schwierig.

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Asylheim in Lausanne. (Bild: Keystone)

Asylheim in Lausanne. (Bild: Keystone)

Der Kanton Obwalden rechnet in den nächsten Monaten mit mindestens 25 zusätzlichen Flüchtlingen oder Asylsuchenden. Diese Zahl ergebe sich aus den Prognosen des Bundes, wie das Sicherheits- und Justizdepartement Obwalden am Mittwoch mitteilt. Aktuell seien 140 Personen aus dem Asyl- und 54 aus dem Flüchtlingsbereich im Kanton untergebracht.

Schwierige Suche

Die Caritas, welche im Auftrag des Kantons für die Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen zuständig sei, suche seit längerer Zeit gemeinsam mit dem Kanton nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten. Bisher aber vergeblich. Die Suche nach neuen Plätzen gestalte sich aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes als sehr schwierig.

Dezentrale Unterbringung

Regierungsrätin Esther Gasser Pfulg, Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartements, habe sich am Dienstagabend zur Besprechung der akuten Situation mit Vertretern und Vertreterinnen der Gemeinden getroffen. Ziel des Kantons sei es, die Asylsuchenden und Flüchtlinge proportional zur Wohnbevölkerung auf die Gemeinden verteilt unterzubringen. Diese dezentrale Unterbringung habe sich in den letzten zwanzig Jahren bewährt. Die Gemeinden hätten diese Strategie einstimmig befürworten und sich zudem bereit erklärt, die Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für die zusätzlichen Asylsuchenden und Flüchtlinge aktiv zu unterstützen.

pd/bep