OBWALDEN: Gemeinden sollen Basisstufe einführen dürfen

Die Gemeinden im Kanton Obwalden dürfen in Aussenschulen die Basisstufe einführen, um Schulschliessungen zu verhindern. Dies schlägt der Regierungsrat vor. Der Entwurf ist bis Ende Januar in der Vernehmlassung.

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Die Gemeinden sollen die Basisstufe einführen dürfen. (Symbolbild Neue OZ)

Die Gemeinden sollen die Basisstufe einführen dürfen. (Symbolbild Neue OZ)

Bei der Basisstufe sind Kindergarten und die ersten zwei Primarschuljahre in einer Klasse vereint. Lehrpersonen des Kindergartens und der Unterstufe unterrichten die Kinder gemeinsam.

In Obwalden hatte die Gemeinde Sachseln in der Aussenschule Flüeli-Ranft 2011 in einem Entwicklungsprojekt bis Sommer 2016 mit Bewilligung der Regierung eine Basisstufe eingerichtet. Die Gemeinde möchte das Projekt unbefristet weiterführen.

Die Obwaldner Regierung will mit der Änderung der Volksschulverordnung die gesetzliche Grundlage dafür schaffen, wie es in den am Mittwoch publizierten Vernehmlassungsunterlagen heisst. Die Basisstufe habe sich in Flüeli bestens bewährt. Sie habe es der Gemeinde ermöglicht, trotz kleiner und teilweise rückläufiger Schülerzahlen ihre Aussenschule ökonomisch weiterzuführen.

Nach Ansicht der Regierung sollen Gemeinden die Basisstufe nur ausnahmsweise in Aussenschulen einführen dürfen. Vor allem dann, wenn ohne Basisstufe der Schulstandort aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr weitergeführt werden könne. In Frage kommen neben Flüeli-Ranft weitere Aussenschulen etwa in Stalden, Wilen, Kägiswill und im Melchtal.

In den regulären Gemeindeschulen hingegen sollen Kindergärtler und Primarschüler weiterhin getrennt unterrichtet werden, wie der Regierungsrat schreibt. Die aktuelle Organisationsform könne als erfolgreich bezeichnet werden.

Der Entwurf zum Nachtrag der Volksschulverordnung befindet sich bis Ende Januar 2016 in der Vernehmlassung. Danach entscheidet der Kantonsrat über die Änderung. (sda)