OBWALDEN: Genossen halten André Windlin die Stange

Wie bereits im ersten Wahlgang der Ständeratswahlen im Kanton Obwalden unterstützt die SP André Windlin (FDP). Das Nachsehen hat Erich Ettlin (CVP).

Merken
Drucken
Teilen
André Windlin (FDP, links) und Erich Ettlin (CVP) treten im Kanton Obwalden am 15. November zum zweiten Wahlgang an. (Bilder PD)

André Windlin (FDP, links) und Erich Ettlin (CVP) treten im Kanton Obwalden am 15. November zum zweiten Wahlgang an. (Bilder PD)

Die Mitglieder der SP haben «nach einer sehr angeregten Diskussion» am Dienstagabend eine Stimmfreigabe mit 11:10 Stimmen knapp abgelehnt. Schliesslich hat – nach einem zuerst unentschiedenen ersten Wahlgang – eine knappe Mehrheit entschieden, André Windlin (FDP) auch im zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen im Kanton Obwalden zu unterstützen. 8 Mitglieder stimmten für André Windlin (FDP) und 7 Mitglieder für Erich Ettlin (CVP), bei 6 Enthaltungen.

«Für die knappe Mehrheit war somit die Person wichtiger als die Parteizugehörigkeit», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Windlin habe die SP-Mitglieder «durch seine Authentizität und seine eigenständige Meinung in umwelt- und sozialpolitischen Themen mehr überzeugt», heisst es weiter.

Das Rennen um den Obwaldner Ständeratssitz am 15. November machen André Windlin (FDP) und Erich Ettlin (CVP) unter sich aus. Im ersten Wahlgang verpassten alle drei Kandidaten das absolute Mehr. Quereinsteiger und Steuerexperte Erich Ettlin (CVP) kam auf 6754 Stimmen. Deutlich zurück lagen der Kernser Gemeindepräsident und Meisterlandwirt André Windlin (FDP) mit 4306 Stimmen sowie SVP-Urgestein und alt Kantonsrat Adrian Halter mit 4023 Stimmen.

Für den zweiten Wahlgang wurden die Karten neu gemischt. Zur Stichwahl treten nur noch FDP und CVP an. Die sonst angriffslustige SVP zog sich als Drittplatzierte zurück. Windlin kann im zweiten Wahlgang auf die offizielle Unterstützung der SVP zählen. Der Freisinnige hatte zuvor der SVP zugesichert, sich für einen zweiten SVP-Bundesratssitz einsetzen zu wollen.

Die CSP beschloss im ersten Wahlgang Stimmfreigabe. Ob sie auch im zweiten Durchgang dabei bleibt, wird an einem Sonderparteitag am 2. November festgelegt.

pd/rem/sda