OBWALDEN: Grosses Interesse an Alpnacher Asylzenturm

Der Infoanlass zum geplanten Asylzentrum Kleine Schliere lockte gestern an die 400 Personen an. Interessiert haben vor allem Sicherheitsfragen.

Markus von Rotz
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Grossaufmarsch gestern in der Alpnacher Sporthalle: Um die 400 Personen kamen zur Informationsveranstaltung. (Bild Corinne Glanzmann)

Grossaufmarsch gestern in der Alpnacher Sporthalle: Um die 400 Personen kamen zur Informationsveranstaltung. (Bild Corinne Glanzmann)

Eine Stunde lang mussten die Anwesenden warten, bis sie ihre Fragen stellen durften. Zuvor informierten Bund, Kanton und Gemeinde über die Details. Korporationspräsident Walter Hug gab zudem bekannt, dass der Bund sich darauf eingelassen habe, dass nach Schliessung des nun geplanten Zentrums eine solche Nutzung für weitere fünf Jahre kein Thema mehr sei.

Die Diskussion, die knapp zwei Stunden dauerte, war geprägt vor allem von Fragen zur Sicherheit, zum Ausgehverhalten und Gefahrenpotenzial der Asylbewerber. Bundesvertreter Urs von Däniken betonte, es sei bisher kein Angriff an einer Privatperson und vor allem nicht an Kindern bekannt. Polizeikommandant Stefan Küchler versprach verstärkte zivile und uniformierte Patrouillen und bat alle, falls sie durch Beobachtungen verunsichert seien, sich bei der Polizei zu melden.

Kritik gabs von der Begleitgruppe am Bund und an der Gemeinde. Man sei nicht richtig ernst genommen worden und habe sich zuweilen als demokratisches Feigenblatt gefühlt.

Das geplante Zentrum wird am 19. August eröffnet. Es sollen maximal 100 Personen gleichzeitig untergebracht werden. Der Bund stellte in Aussicht, man wolle vor allem Familien mit Kindern unterbringen.

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