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Neuer Verein will Schwung in Obwaldner Bikeszene bringen

Rund 30 Biker haben sich zum Flow-Bikeverein zusammengeschlossen, um die Bikeinfrastruktur im Kanton voranzutreiben. Erste Projekte sind schon am Entstehen.
Matthias Piazza
Der mobile Pumptrack, den der Flow-Bikeverein im vergangenen Mai auf dem Areal beim Mattli-Schulhaus in Sachseln aufstellte. (Bild: PD)

Der mobile Pumptrack, den der Flow-Bikeverein im vergangenen Mai auf dem Areal beim Mattli-Schulhaus in Sachseln aufstellte. (Bild: PD)

«Die Obwaldner Bikeszene boomt. Mittlerweile gibt es gleich viele Biker wie Fussballspieler», weiss Marco della Torre, Präsident des kürzlich gegründeten Obwaldner Flow-Bikevereins. Im Gegensatz zu den Fussballern, die in jeder Gemeinde auf dem Fussballplatz ihrem Sport frönen könnten, sehe es bei den Bikern anders aus. «Zwar darf man mit seinem Mountainbike im Kanton Obwalden auch die Wanderwege benutzen, doch die Akzeptanz ist nicht immer vorhanden, es kommt etwa zu Konflikten zwischen Wanderern oder Landbesitzern und Velofahrern, leider auch wegen ein paar schwarzen Schafen unter den Bikern, die sich rücksichtslos verhalten.» Auch seien die Wanderwege nicht immer velofreundlich gestaltet. «Wenn ich mein Mountainbike mehrmals über einen Hag tragen muss, vergeht mir der Spass.»

Zusammen mit rund 30 weiteren angefressenen Obwaldner Bikern im Alter zwischen 25 und 35 Jahren will der Sachsler das Sarneraatal nun bikefreundlicher machen. «Unser Ziel ist es, zum Unterhalt der oft genutzten Wege beizutragen und neue, vor allem einfachere Strecken zu realisieren», so Marco della Torre.

Zwei Projekte werden weiterverfolgt

Im vergangenen Herbst kontaktierte der Verein dafür die Gemeinde Sachseln, um diverse Möglichkeiten zu besprechen. Daraus ergaben sich zwei Projekte, welche weiterverfolgt werden. «Demnächst sitzen wir mit dem Verein Obwaldner Wanderwege zusammen und diskutieren, in welcher Art wir zum Unterhalt beitragen können», erklärt Marco della Torre. Bereits hat es der Verein geschafft, sich öffentlichkeitswirksam zu inszenieren. Auf dem Areal beim Mattli-Schulhaus in Sachseln stellte er im vergangenen Mai einen mobilen Pumptrack auf. Einen ganzen Monat lang konnten sich Jung und Alt auf dem 48 Meter langen hügeligen Rundkurs vergnügen. Damit traf der Flow-Bikeverein ins Schwarze. «In der ersten Woche waren zeitweise 22 Kinder gleichzeitig auf der Bahn. Bis zuletzt wurde der Rundkurs rege genutzt. Beim Abräumen waren einige sehr enttäuscht», sagt Marco della Torre wenig überrascht. «Mit meinen zwei Kindern fahre ich regelmässig zu den Pumptracks in Kriens und Hasliberg. Sie haben einen Riesenspass, probieren aus, machen Fortschritte und sind darum entsprechend motiviert.»

Aber auch Erwachsene kämen auf einem Pumptrack auf ihre Kosten. «Sie schulen ihre Koordination, fördern die Fitness oder geniessen es einfach, zuzuschauen.»

Platz für einen Pumptrack gesucht

Nun sucht der Verein eine Fläche von rund 1200 Quadratmetern, auf der ein asphaltierter Pumptrack gebaut werden kann. Dieser soll gemäss della Torre als Ergänzung zum Skatepark in Sarnen eine Anlaufstelle für ganz Obwalden werden, die Kinder an die sichere Benutzung ihres Sportgerätes heranführen und Erwachsene bei der Verbesserung ihrer Technik helfen.

Das Projekt sei auf guten Wegen. «Wir sind schon mit zwei Gemeinden im Gespräch und stellen parallel dazu ein Finanzierungskonzept für den Bau einer solchen Anlage auf. Die Kosten werden bei rund 200000 Franken liegen», erläutert Marco della Torre.

Es ist nicht die erste Organisation, die sich für die Interessen der Biker einsetzt. Die 2014 ins Leben gerufene IG Bike Obwalden ist mittlerweile aufgelöst. Darauf angesprochen, vermutet Marco della Torre politische Hürden, die damals zu hoch waren, und Nachwuchsprobleme im Vorstand. «Für uns war es aber keine Option, die IG wiederzubeleben, denn nur als Verein sind wir in der Lage, Nutzungsvereinbarungen einzugehen und Baugesuche einzureichen.»

Auf der politischen Ebene wolle der Flow-Bikeverein aber nicht aktiv werden. «Da ist der Kanton mit dem Projekt ‹Mountainbike Zentralschweiz› bereits genügend aktiv», stellt Marco della Torre klar.

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