OBWALDEN: Grundsätzliche Zustimmung für Einführung der Basisstufe

In Obwalden sollen Gemeinden die Basisstufe einführen dürfen. Das Ansinnen der Regierung ist in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung gestossen. Uneinigkeit herrscht allerdings darüber, ob die Gemeinden nur in Ausnahmefällen von der Möglichkeit Gebrauch machen dürfen.

Drucken
Teilen
Den Obwaldner Gemeinden soll die Einführung der Basisstufe grundsätzlich ermöglicht werden (Symbolbild Keystone/Gaetan Bally)

Den Obwaldner Gemeinden soll die Einführung der Basisstufe grundsätzlich ermöglicht werden (Symbolbild Keystone/Gaetan Bally)

Mit Ausnahme der SVP sprachen sich alle 17 Teilnehmer der Vernehmlassung grundsätzlich dafür aus, dass Gemeinden den Kindergarten und die ersten beiden Primarklassen zu einer Abteilung zusammenfassen können. Dies geht aus der am Mittwoch publizierten Vernehmlassungsauswertung hervor.

Die Regierung schlug vor, dass nur Gemeinden mit besonderen strukturellen Verhältnissen die Basisstufe einführen dürfen. So soll die Schliessungen von Aussenschulen aus finanziellen Gründen verhindert werden.

Die Parteien stellten sich mehrheitlich hinter den Vorschlag der Regierung. Eine klare Mehrheit der Gemeinden hingegen sprach sich in den Antworten dafür aus, dass alle Gemeinden die Organisationsform selber wählen dürfen. Als Argumente wurden die Gemeindeautonomie oder die Finanzen bei den Dorfschulen ins Feld geführt.

Die Gemeinde Sachseln hatte auf das Schuljahr 2011/2012 hin in der von der Schliessung bedrohten Aussenschule Flüeli-Ranft eine Basisstufe eingerichtet. Die Bewilligung erfolgte damals im Sinne eines befristeten Schulentwicklungsprojekts, das auf Ende des laufenden Schuljahrs abläuft.

Sachseln möchte die Basisstufe nach positiven Erfahrungen weiterführen. Der Regierungsrat plant deshalb, mit einem Nachtrag in der Volksschulverordnung die gesetzliche Grundlage zur definitiven Einführung der Basisstufe zu schaffen. (sda)