OBWALDEN
Grundstücke sollen mit neuer Software auf ihren Wert geschätzt werden

Die aktuelle Software zur Grundstückschätzung wird im Oktober eingestellt. Der Regierungsrat schlägt eine einheitliche Lösung vor. Der Objektkredit beträgt 1,35 Millionen Franken.

Florian Pfister
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Es braucht ein neues Programm zur Schätzung von Grundstücken, wie der Regierungsrat des Kantons Obwalden in einer Mitteilung schreibt. Momentan verwendet die Steuerverwaltung eine Software, um Grundstücke auf ihren Wert zu schätzen. Die Anwendung wird jedoch ab Oktober 2021 nicht mehr weiterentwickelt und der Support eingestellt. Auch andere Kantone müssen eine neue Software anschaffen. Die Bewertungsmethode und die Prozesse sollen dabei in Zukunft in den Kantonen möglichst ähnlich sein.

Dank der neuen Software muss der Versicherungswert von Grundstücken nur noch in der Steuererklärung deklariert werden.

Dank der neuen Software muss der Versicherungswert von Grundstücken nur noch in der Steuererklärung deklariert werden.

Bild: Pius Amrein (Sarnen, 1. Februar 2021)

Der Regierungsrat beantragt daher dem Kantonsrat, nicht auf eine individuelle Software zu setzen, sondern eine Standardlösung anzuschaffen. Der beantragte Objektkredit liegt bei 1,35 Millionen Franken. «Es handelt sich dabei um einen hohen Betrag, der für die zukünftige Durchführung der Grundstückschätzung aber notwendig ist», lässt sich Maya Büchi-Kaiser, Vorsteherin des Finanzdepartements, zitieren. «Mittelfristig erwarten wir durch die Vorteile der Standardisierung aber wieder Einsparungen, sodass der hohe Investitionsbetrag vertretbar ist.»

Anpassungen im Gesetz nötig

Damit eine standardisierte Software genutzt werden kann, braucht es eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen. Im Moment gibt es ein sogenanntes Mitwirkungsportal für Grundstückeigentümer. Dieses wird mit einer neuen Software nicht mehr benötigt. Die Versicherungswerte der Gebäude müssten danach lediglich in der Steuererklärung ausgewiesen werden, was die Investitions- und Unterhaltskosten erheblich senken würde. Der Kantonsrat wird voraussichtlich im Herbst 2021 darüber beraten. Die neue Regelung ist auf den 1. Januar 2025 geplant.