OBWALDEN: Hat Obwaldner Wolf erneut zugeschlagen?

Im Gebiet Schwendi wurden mehrere Schafe gerissen. Dass es ein Wolf war, ist praktisch sicher.

Paul Küchler
Drucken
Teilen
Zwei gerissene Schafe waren auf der Stelle tot, zwei weitere starben später an den Verletzungen. (Bild: PD)

Zwei gerissene Schafe waren auf der Stelle tot, zwei weitere starben später an den Verletzungen. (Bild: PD)

Passiert ist es, wie erst jetzt bekannt wird, in der Nacht auf Sonntag, 13. April: Franz und Markus Spichtig aus Sachseln mussten am Morgen die traurige Feststellung machen, dass 2 von 39 Mutterschafen auf der Sommerweid in der Schwendi durch Risse getötet worden waren. Zwei weitere erlagen später den Verletzungen, drei Tiere mussten durch den Tierarzt behandelt werden. Bereits am Tag nach dem Schadenereignis, am 14. April, orientierte das Obwaldner Amt für Wald und Landschaft in einem Schreiben die Schafhalter in der Gemeinde Sarnen über diese Schafrisse und teilte ihnen mit, dass zur genaueren Abklärung Gewebeproben entnommen und zur Analyse nach Lausanne gesandt wurden.

Warten auf Resultate der Analyse

Der Obwaldner Kantonsoberförster Peter Lienert bestätigte dies auf Anfrage. Man habe bewusst zuwarten wollen, bis die Resultate der Analyse vorlägen, bevor man die Bevölkerung via Medien orientiere. «Die Resultate sollten in diesen Tagen eintreffen», so Lienert. Dank Bildern einer Fotofalle, die man bei einem der Schafkadaver sogleich aufgestellt hat, weiss man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Wolf handeln muss.