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OBWALDEN: Hausarztpraxen: Kanton lockert Zugangsregeln

Statt nur im Kantonsspital, sollen Interessenten für eine Hausarztpraxis neu auch in einer solchen schnuppern können.
Um in Zukunft genug Hausärzte zu haben, dehnt der Kanton die Regelungen beim Praxisassistenz-Modell aus. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Um in Zukunft genug Hausärzte zu haben, dehnt der Kanton die Regelungen beim Praxisassistenz-Modell aus. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Bis in zehn Jahren wird rund die Hälfte der 30 heute im Kanton Obwalden praktizierenden Hausärzte das Pensionsalter erreichen. Sechs davon bereits in den nächsten fünf Jahren. Der Kanton baut darum seine 2007 eingeleiteten Bestrebungen aus, im Rahmen eines bestehenden Praxisassistenz-Programms zu möglichen Nachfolgern zu kommen. Schliesslich sei die Abdeckung durch Hausärzte ein zentraler Pfeiler der Grundversorgung.

Der Kanton beteiligt sich seit zehn Jahren an einem Praxisassistenz-Programm, das interessierten Assistenzärzten an einem Spital die Möglichkeit bietet, ein halbes Jahr in einer Hausarztpraxis zu arbeiten. Der Lohn von rund 52000 Franken wird während der sechsmonatigen Praxisassistenz zu einem Drittel vom entsprechenden Hausarzt und zu zwei Dritteln vom Kanton bezahlt.

Zudem trat der Kanton Ende 2016 einer Vereinbarung mit dem Institut Hausarztmedizin und Community Care in Luzern bei. Dank dieser können sich Assistenzärzte mit Interesse für die Hausarztmedizin das für eine Hausarztpraxis nötige spezifische Fachwissen aneignen. Sie dürfen maximal drei Rotationsstellen von je sechs Monaten für Spezialitäten wie Rheumatologie oder Dermatologie absolvieren. Hier zahlen Klinik und der Kanton je die Hälfte des Lohns (29000 Franken pro Rotation).

Inzwischen gab es erste Anfragen

In einem Bericht vom August 2017 ging die Regierung davon aus, dass jährlich zwei bis drei solcher Rotationsstellen aus Obwalden genutzt werden. Aktuell gibt es je eine Anfrage für eine Ausbildung im Kantonsspital und in einer Hausarztpraxis. Letzteres sei für den Kanton Anlass, die Praxis zu lockern, wie Patrick Csomor, Leiter Gesundheitsamt, sagt. «Wie im Kanton Luzern wollen wir den Zugang auch via zugelassene Praxen ermöglichen.» Um auch in Zukunft genug praktizierende Hausärzte zu haben, baut der Kanton dieses eigene ergänzende Modell auf. Dabei arbeitet er eng mit dem Kantonsspital und dem Verband der Alters- und Pflegeheime OW-cura zusammen. Man erreiche so eine erste Vernetzung mit Hausärzten und biete gleichzeitig eine wichtige Hilfe für den Entscheid, künftig als solcher zu arbeiten.

Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

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