OBWALDEN: Hauseigentümer gewinnen vor Bundesgericht

Die Eigentümer eines Hauses in Engelberg können aufatmen. Sie müssen nicht für die Folgen eines verhängnisvollen Sturzes haften

Urs-Peter Inderbitzin
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Blick auf Engelberg. (Bild: Markus von Rotz / Neue OZ)

Blick auf Engelberg. (Bild: Markus von Rotz / Neue OZ)

Der Unfall hatte sich am Silvesterabend 2007 ereignet. Eine Touristin stürzte während ihres Winterurlaubs auf einem teilweise vereisten Gehweg in Engelberg. Die Frau zog sich dabei zwei Frakturen im Brust- und Halswirbelbereich zu. Die Touristin ist der Ansicht, dass der Unfall und die schweren Verletzungen auf mangelhafte Schneeräumung zurückzuführen sind. Sie klagte deshalb gegen die Eigentümer des Hauses – eine Stockwerkeigentümergemeinschaft – auf Zahlung von 211 000 Franken Schadenersatz und Schmerzensgeld aus Werkeigentümerhaftung.

Sowohl das Kantons- als auch das Obergericht wies die Klage ab. Nun kommt das Bundesgericht zur selben Einschätzung und hat die Beschwerde der verunfallten Touristin abgewiesen. Insbesondere das Argument der Touristin, dem Hauswart wäre es zumutbar gewesen, das Eis mit einem Pickel zu entfernen und den Gehweg schwarz zu räumen, vermochte das Bundesgericht nicht zu überzeugen. Der Hauswart sei seinen Pflichten ausreichend nachgekommen.