OBWALDEN: «Heli-Blender» in flagranti erwischt

In Obwalden wurden Armee-Helikopter auf Nachtflügen mit Laserstrahlen geblendet. Jetzt hat die Polizei den 37-jährigen Täter gefasst.

Drucken
Teilen
Ein Superpuma der Schweizer Armee im Abendlicht. (Bild Michael Buholzer/Neue LZ)

Ein Superpuma der Schweizer Armee im Abendlicht. (Bild Michael Buholzer/Neue LZ)

Ein Unbekannter hatte im Kanton Obwalden in den vergangenen Tagen mehrere Militärhelikopter der Schweizer Armee bei Nachtflügen mit Laserstrahlen verfolgt und deren Besatzung geblendet. Der Flugbetrieb sei dabei massiv gestört und die Sicherheit beeinträchtigt gewesen, wie die Obwaldner Kantonspolizei am Freitag mitteilte.

Am Donnerstagabend haben Militär und Polizei den Täter in flagranti gestellt. Dank technischer Hilfsmittel der Armee konnte der genaue Standort des Laserstrahlers eruiert werden. Es handelt sich beim Täter laut Mitteilung um einen im Kanton Obwalden wohnhaften Mann im Alter von 37 Jahren. Er sei sich den Folgen seiner Handlung in keiner Weise bewusst gewesen und habe aus «reinem Blödsinn» gehandelt.

Laut Polizei hätten sich aber die Besatzung durch die massiven Störungen in hoher Gefahr befunden. So hätten die Augen der Besatzungen dauerhaft verletzt und die sensiblen Nachtsichtgeräte der Piloten beschädigt werden können. Es handle sich um ein Vergehen gegen den öffentlichen Verkehr. Aus diesem Grund wird der Täter von Amtes wegen beim Verhöramt Obwalden zur Anzeige gebracht.

ap/bac