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OBWALDEN: Hier entsteht ein neuer Fussweg

Die Gemeinde Sarnen will im Januar einen neuen Wanderweg von der Goldmatt bis zum Kurhaus bauen. Es wäre der erste Schritt für ein Projekt, das bereits seit langem verfolgt wird.
Adrian Venetz
Zwischen der Goldmatt und dem Kurhaus in Sarnen soll ein neuer Seeuferweg entstehen. Bild: Adrian Venetz (Sarnen, 16. November 2016)

Zwischen der Goldmatt und dem Kurhaus in Sarnen soll ein neuer Seeuferweg entstehen. Bild: Adrian Venetz (Sarnen, 16. November 2016)

Ein Wanderweg entlang des Westufers des Sarnersees: Diesen Plan verfolgt der Kanton schon seit langem. Auch die Gemeinde Sarnen hat in ihrem Verkehrsrichtplan die Realisierung des Wanderwegs vorgesehen.

Nun folgt der erste Schritt dazu: Im Amtsblatt stellt die Gemeinde ein Baugesuch für den Neubau eines Seeuferwegs von der Goldmatt bis zum Kurhaus. Geplant ist ein 1,5 Meter breiter Kiesweg auf einer Länge von 237 Metern. In sensiblen Bereichen (Ufervegetation, Amphibien) wird der direkte Zugang zum Seeufer mit einem Zaun verhindert. Kurz vor dem Kurhaus soll ein neuer Weg vom Seeufer hinauf zur Wilerstrasse führen.

Gerechnet wird mit Kosten von knapp 150 000 Franken. Darin enthalten sind auch eine Brücke über den Blattibach und ein Holzsteg über das Müliberg­gräbli. Die Brücke über den Blatti­bach ist aber eher provisorischer Natur. Hier muss später – in etwa 4 bis 5 Jahren – im Rahmen des Hochwasserschutzes eine langfristige Lösung gefunden werden.

Öffentliches Interesse laut Gemeinde gegeben

Für den Bau des Wegs ist eine Ausnahmebewilligung nötig, weil der gesetzlich geforderte Abstand zum Seeufer (10 Meter) teilweise unterschritten wird. «Ein Seeuferweg soll, wie der Name bereits sagt, möglichst nahe am Seeufer entlang führen und ist daher standortgebunden», heisst es im technischen Bericht zum Projekt. «Zudem besteht ein öffentliches Interesse an einer Fusswegverbindung am linksseitigen Sarnerseeufer.» Mit der vorliegenden Wegführung werde «sowohl auf die Anliegen der Bewirtschafter wie auch des Natur- und Landschaftsschutzes Rücksicht genommen und den Fussgängern eine attraktive Verbindung geboten».

Mit dem Bau des Seeuferwegs wird die landwirtschaftlich nutzbare Fläche um insgesamt etwa 300 Quadratmeter verkleinert. Auch der Zugang zum seeufernahen Bereich wird für landwirtschaftliche Maschinen etwas erschwert.

Betroffen sind zwei Bauern. Laut Ivo Näpflin, Projektleiter Planung bei der Gemeinde Sarnen, bleibt das Land im Besitz der Bauern. Sie werden aber für das Fusswegrecht entschädigt. Zur Höhe dieser Entschädigung konnte Näpflin noch keine Angaben machen. Die Grundeigentümer haben bereits ihre Zustimmung signalisiert. «Es müssen noch Details mit den Grundeigentümern geregelt und auch die Stellungnahmen der kantonalen Fachstellen berücksichtigt werden», so Näpflin. Gibt es keine Einsprachen und wird das Projekt bewilligt, soll im Januar mit dem Bau begonnen werden. Bereits im Frühling können dann die ersten Spaziergänger den neuen Weg am See benutzen. Einwände gegen den Bau könnten allenfalls von Umweltverbänden kommen. Hier scheint sich aber kaum Widerstand zu regen. «Von unserer Seite her kann man dieses Projekt akzeptieren», sagt Hanspeter Rohrer, Geschäftsführer von Pro Natura Unterwalden.

Der Kiesweg von der Goldmatt zum Kurhaus ist zwar nur ein kleines, aber doch wichtiges Teilstück, um die Pläne eines durchgehenden Wanderwegs am westlichen Sarnerseeufer zu realisieren.

Wann die nächsten Etappen in Angriff genommen werden, ist gemäss Ivo Näpflin noch offen. «Uns ist es in diesem ersten Schritt wichtig, dass das Kurhaus für Fussgänger auf attraktivem Weg erreicht werden kann.»

Adrian Venetz

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