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OBWALDEN: Hier sind Cowboys und Indianer einträchtig zusammen

Der Familientreff Kägiswil scheut für die Fasnacht keine Mühen. Gleich zwei «Wild-West»-Wagen baute die Gruppe, und wurde dafür an der Sarner Kinderfasnacht mit dem ersten Preis belohnt.
Der Familientreff Kägiswil betreibt grossen Aufwand für sein Fasnachtssujet. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 8. Februar 2018)

Der Familientreff Kägiswil betreibt grossen Aufwand für sein Fasnachtssujet. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 8. Februar 2018)

«Was ist das eigentlich für ein Kind?», fragte der grosse Indianerhäuptling vom Familientreff Kägiswil, und schaute die kleine Indianerin auf seinem Arm verwundert an. Verständlich: Bei 22 Kindern und 17 Erwachsenen in einer Umzugsgruppe kann es schon mal zu Verwirrung kommen – und beim Fototermin am Donnerstag musste es schnell gehen. Hier wussten die Kägiswiler noch nicht, dass sie wenig später den ersten Preis der Jury am Sarner Kinderumzug gewinnen würden. Überrascht war darüber aber wohl niemand. Denn der Familientreff hat unter dem Titel «Kägiswil Valley» nicht einen, sondern gleich zwei Umzugswagen gebaut, und war damit am Umzug nicht zu übersehen. In den Wagen hat die ganze Gruppe Platz und zeigte dem Publikum auch gleich mehrere Facetten des Wilden Westens.

«Wir wollten dem Fasnachtsmotto ‹Wild Wild West› gerecht werden, indem wir Cowboys und Indianer darstellen», erklärte Ute Fankhauser, die beim Familientreff für die Fasnacht zuständig ist. Und so ragen auf dem einen Gefährt Tipi und Totempfahl empor, das andere ist auf einer Seite ein Gefängnis, auf der anderen ein Saloon. Beide Wagen sind aufwendig verziert, das Holz ist auf alt getrimmt, aus der Feuerstelle steigt gar Rauch auf.

Der Kleinste ist ein Jahr alt, der Älteste 14

Was toll aussieht, war auch viel Arbeit: «Die Männer haben insgesamt vier Tage lang daran gebaut, dann haben wir Frauen die Wagen noch verziert, und die Kinder haben entlang der Wagenseiten ein Indianersymbol aufgemalt», erzählte Ute Fankhauser. «Herzig ist, dass wirklich jede Familie selber etwas gebastelt hat.» Die Kostüme seien dafür meist bestellt, aber «mit Federn, Bändern und Perücken aufgemotzt.»

Unter dem Jahr widmet sich der Treff dem Austausch unter Familien. «Der Kleinste bei uns ist ein Jahr alt, der Älteste schon 14», so Fankhauser. Beim Umzug in Sarnen seien sie jedes Jahr dabei. «Wir versuchen immer, einen Wagen zu haben. Dass wir dieses Jahr sogar zwei organisieren konnten, ist super.» Auch die Fahrt von Kägiswil über die Brünigstrasse nach Sarnen habe einwandfrei geklappt. Doch wem in den nächsten Tagen auf Obwaldner Strassen ein Tipi und ein Saloon entgegenrollen, soll sich nicht wundern: Bei einem Umzug bleibt es für die Kägiswiler nämlich nicht. «Am Sonntag gehen wir zum ersten Mal nach Giswil», freute sich Ute Fankhauser. «Am Montag sind wir dann in Kerns und am Dienstag wieder hier in Sarnen», wo die Gruppe bestimmt erneut alle staunenden Blicke auf sich ziehen wird.

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

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