OBWALDEN: Imageschaden für Melchsee-Frutt: Ja oder Nein?

Hat sich Melchsee-Frutt mit der höheren Park­gebühr einen Image­schaden eingehandelt? Der Präsident von Tourismus Obwalden schliesst dies nicht aus.

Romano Cuonz
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Infotafel für die Autofahrer. (Bild Romano Cuonz)

Infotafel für die Autofahrer. (Bild Romano Cuonz)

«Die Frequenzen unserer Bahn auf Melchsee-Frutt sind in den letzten beiden Wochen gegenüber den Vorjahren angestiegen», rechnet der zuständige Kernser Korporationsrat Walter Röthlin vor. Sicher habe auch das schöne Wetter eine Rolle gespielt, doch könne man davon ausgehen, dass die Massnahme mit der dreifachen Erhöhung der Parkgebühren für Tagesgäste während der Bahnbetriebszeiten gegriffen habe.

Einen Imageschaden befürchtet Walter Röthlin nicht. «Wir erhalten auch viele positive Rückmeldungen, dies bestärkt uns in unserer Haltung». Dies sieht Markus Bolliger, Geschäftsleiter von Obwalden Tourismus, jedoch anders. Er, der Melchsee-Frutt aus früherer Tätigkeit kennt, sagt: «Die Unruhe, die jetzt entstanden ist, könnte sehr wohl zu einem Imageschaden für den Obwaldner Tourismus führen, zumal Melchsee-Frutt eines unserer Aushängeschilder ist». Aus seiner Sicht wäre eine moderate, stufenweise Anpassung der Parktarife sinnvoller gewesen. «Einen Imageschaden im Nachhinein zu beheben, ist stets sehr schwierig.» Der Kernser Gemeindepräsident André Windlin kontert: «Nach einem ersten Sturm und einigen Leuten, die umkehren, wird sich die Sache von selbst wieder einpegeln».

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