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OBWALDEN: In Sarnen fährt das Postauto vor der Nase ab

Schlechte Anschlüsse, fehlende Nachtverbindungen: Die verlängerte Postautolinie von Flüeli-Ranft nach Sarnen gibt auch Anlass zur Kritik. Postauto nimmt Stellung – und gelobt Besserung.
Matthias Piazza
Ein Postauto ausgangs von Sarnen unterwegs zum Bahnhof Sachseln. (Bild: PD)

Ein Postauto ausgangs von Sarnen unterwegs zum Bahnhof Sachseln. (Bild: PD)

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Seit dem Fahrplanwechsel vom vergangenen Jahr macht das Postauto von Flüeli-Ranft nicht mehr in Sachseln Endstation. Mit der Verlängerung der Linie wird die Lücke zwischen den Bahn­höfen Sachseln und Sarnen mit den Haltestellen Sachseln, Seehof/Brüggi und Sarnen, Seefeld-Park/Spital mit täglich elf Kurspaaren geschlossen. Beat Wiget, Leiter Postauto-Region Zentralschweiz, spricht von einer erfreulichen Nachfrage. Auch Leser Stefan Keller, der im Gebiet Seehof, Sachseln, wohnt, lobt das Angebot grundsätzlich. Trotzdem ortet er verschiedentlich Verbesserungspotenzial, wie er uns schreibt.

So bemängelt er die teilweise mangelnde Abstimmung auf Postauto-Anschlüsse an den Werktagen. Der Bus von Sachseln, der in der Regel in den Minuten x.30 ankomme, verpasse in Sarnen Anschlüsse, weil etwa das Postauto nach Stans um x.30 abfahre. Und die nur bis Kerns fahrenden Busse würden nur mit 15 Minuten Wartezeit erreicht. Auch bedaure er den fehlenden Anschluss nach Kägiswil. «Mit dem Postauto von Sachseln auf die Stöckalp zum Skifahren? Fehlanzeige: Anschlüsse unter der Woche bestehen nicht, ausser an dem zu späten Kurs um 9.45 Uhr», schreibt er weiter.

«Der Fahrplan ist grundsätzlich auf die Verbindungen des Interregios nach/von Luzern in Sarnen ausgerichtet. Das ist die von den Kunden geforderte Hauptrichtung», schreibt Beat Wiget, Leiter Postauto-Region Zentralschweiz, dazu. Unter der Woche werde der Fahrplan aber stark auf die Schulbedürfnisse ausgerichtet. In Sarnen Bahnhof gibt es sechs Postauto-Linien. Die Bedürfnisse seien so unterschiedlich, dass es unmöglich sei, einen Fahrplan zu gestalten, der alle Anschlüsse garantiere. «Wir werden beim nächsten Fahrplanwechsel versuchen, da und dort im Minutenbereich zu justieren – aber man wird nie alle Verbindungen aufeinander abstimmen können.» Bei der öffentlichen Vernehmlassung habe es keine entsprechenden Vorschläge von dritter Seite gegeben.

Als weiteren Hauptkritikpunkt erwähnt Stefan Keller die fehlenden Spät- und Nachtkurse. So würden die Nachtbusse und der Abigbus Sarnen, Seefeldpark/Spital und Sachseln, Seehof/Brüggi nicht bedienen.

Beat Wiget bestätigt, dass sowohl der Abigbus wie auch der Nachtstern nicht alle Haltestellen bedienen, und führt dafür finanzielle Gründe ins Feld. «Würde man bei den beiden Produkten in Obwalden das Konzept anpassen, hätte dies zur Folge, dass es ein zusätzliches Fahrzeug brauchen würde. Dies wäre mit entsprechenden Kosten verbunden und müsste vom Kanton so bestellt werden.»

Bemängelt wird überdies, dass die Haltestellentafeln noch nicht aktualisiert wurden. Sie tragen noch immer die Namen der «alten» Endstation.

«Da es sich um einen Pilotbetrieb handelt, hatte dies nicht Priorität für uns. In den nächsten Monaten werden wir die Schilder anpassen», so Beat Wiget.

Des Weiteren stört sich Stefan Keller an der Situation bei der Postautohaltestelle Sachseln, Dorf mit verschiedenen Halte­orten.

Auch in diesem Punkt gelobt Beat Wiget Besserung. «Zurzeit laufen tatsächlich Verhandlungen zwischen dem Kanton als Eigner der Kantonsstrasse, der Gemeinde und uns, um die Situation weiter zu vereinfachen.» Ein wichtiger Grund, warum die Haltestelle auf der westlichen Seite der Kantonsstrasse vom Kurs Richtung Flüeli-Ranft nicht benutzt werde, sei die Sicherheit der Schulkinder. «Müssten diese dort einsteigen und nicht am aktuellen Ort, hätten sie die Hauptstrasse zu überqueren.»

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