OBWALDEN: Industrie wehrt sich gegen Bahnstation

Inmitten der Sarner Industrie soll eine Haltestelle und eine Doppelspur entstehen. Weil sich Firmen wehren, könnte es bis zu einer Enteignung kommen.

Christoph Riebli
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Die alte Landi in Sarnen liegt in jener Zone, welche von den geplanten Ausbauarbeiten der Zentralbahn betroffenen ist. (Bild: Corinne Glanzmann)

Die alte Landi in Sarnen liegt in jener Zone, welche von den geplanten Ausbauarbeiten der Zentralbahn betroffenen ist. (Bild: Corinne Glanzmann)

Auf die Planauflage für das Doppelspurprojekt Sarnen Nord und die Haltestelle Sarnen Industrie haben sich 14 Einsprecher zu Wort gemeldet. An sich keine grosse Zahl, doch doch sind es hauptsächlich die an der Bahnlinie angesiedelten Industrie- und Gewerbebetriebe, wie die Sika Manufacturing AG oder die Nahrin AG. Die Betroffenen repräsentieren rund 700 Arbeitsplätze.

Verfahren mit Enteignungstitel

«Die Mehrheit der Einsprecher will das Projekt verhindern oder sieht dessen Sinn nicht ein», fasst Martin Röthlisberger, Leiter Infrastruktur Zentralbahn, deren Positionen zusammen. Forderungen: «Die Einsprecher wollen grosszügig zu Lasten des Projekts entschädigt werden. In gewissen Fällen übersteigt dies die Millionenhöhe.» Sollten sich Einsprecher und Zentralbahn/BAV nicht einig werden, droht den Landbesitzern im schlimmsten Fall die Enteignung und damit wohl Rekurs bis vor Bundesgericht.

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