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OBWALDEN: Integration in Obwalden läuft gut

Der Kanton verlängert sein Integrationsprogramm für Ausländer bis 2021. Der grösste Brocken, auch finanziell, ist die Sprache und die Einführung in den Arbeitsmarkt.
Deutschunterricht, wie sie die Asylsuchenden im Bild im Bundeszentrum auf dem Glaubenberg in Obwalden erhalten, ist für die Integration auf dem Arbeitsmarkt zentral. Die Mittel dafür und für weitere Massnahmen seien aber zu knapp, so die Kantone. (Bild: Manuela Jans-Koch / Neue LZ)

Deutschunterricht, wie sie die Asylsuchenden im Bild im Bundeszentrum auf dem Glaubenberg in Obwalden erhalten, ist für die Integration auf dem Arbeitsmarkt zentral. Die Mittel dafür und für weitere Massnahmen seien aber zu knapp, so die Kantone. (Bild: Manuela Jans-Koch / Neue LZ)

Das Integrationsprogramm in Obwalden, wie auch in allen anderen Kantonen, ist laut einer Analyse des Bundes effektiv und effizient. Die Massnahmen zur Förderung der Integration anerkannter Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommener sowie von Ausländern mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung sind in einem kantonalen Programm zusammengefasst. Dieses wird nun bis 2021 fortgesetzt, wie die Obwaldner Regierung gestern mitteilte.

Integrationsförderung ruht auf drei Pfeilern: Information und Beratung, Bildung und Arbeit sowie Verständigung und gesellschaftliche Integration. Sicherheits- und Justizdirektor Christoph Amstad nennt konkrete Beispiele: «Im Bereich Information gibt es etwa ein Begrüssungsgespräch für Neuankömmlinge, und die Verständigung wird mit Dolmetscherangeboten, beispielsweise für Elterngespräche oder Arztbesuche, unterstützt.»

Neuer Leistungsvertrag mit der Kontaktstelle Arbeit

Der grösste Brocken, der auch den Grossteil der Investitionen schlucke, sei jedoch die sprachliche und berufliche Integration, so Amstad. Sprachkurse finden in Zusammenarbeit mit dem Berufs- und Weiterbildungszentrum Obwalden statt, für die Integration in den Arbeitsmarkt ist die Kontaktstelle Arbeit OW/NW (Koar) zuständig. Der Regierungsrat hat einem neuen Leistungsvertrag mit der Koar zugestimmt. In 67 der 113 von der Koar seit 2015 behandelten Fälle fanden Schritte in die Arbeits­integration statt. Sie habe damit massgeblich zur Einsparung von Sozialhilfeleistungen beigetragen, schreibt die Regierung.

Das Integrationsprogramm kostet Kanton und Gemeinden je 49'000 Franken pro Jahr, der Bund leistet einen jährlichen Beitrag von 138'000 Franken.

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

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