Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBWALDEN: Internetdelikte bescheren Polizei viel Arbeit

Trotz hoher Aufklärungsquote und weniger Straftaten im Allgemeinen geht der Kriminalpolizei die Arbeit nicht aus. Eine immer grössere Rolle spielt Cyberbetrug.
Einsatzwagen der Kantonspolizei Obwalden (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Einsatzwagen der Kantonspolizei Obwalden (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

«Wir blicken in Bezug auf die Fallzahlen auf ein relativ ruhiges Jahr zurück, mit einer hohen Aufklärungsquote. Das macht uns sehr zufrieden», kommentiert Christoph Fries, Leiter der Obwaldner Kriminalpolizei, die am Montag veröffentlichte Kriminalstatik 2017. Die Delikte gemäss Strafgesetzbuch gingen gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent zurück auf 1241 Straftaten. Damit bewegt sich Obwalden auf ­Augenhöhe mit vergleichbaren Kantonen. «Allerdings bewegten wir uns 2016 diesbezüglich auf einem sehr hohen Niveau», relativiert Fries. Zudem würden sich naturgemäss in einem kleinen Kanton schon geringe Unterschiede sehr stark in der Statistik auswirken.

Fast 60 Prozent dieser Straftaten betreffen Vermögensdelikte (703), gefolgt von Straftaten im Bereich Freiheit (11,4 Prozent, 141). Darunter fallen unter anderem Drohung, Nötigung und Freiheitsberaubung.

Ein weiterer erfreulicher Aspekt: Die Aufklärungsquote ist mit 50,4 Prozent weiterhin sehr hoch und liegt deutlich über dem gesamtschweizerischen Wert von 36 Prozent. «Offenbar arbeiten wir nicht allzu schlecht, zudem kommt uns die Kleinräumigkeit mit den kurzen Wegen entgegen», sagt Christoph Fries dazu.

Zahl der Einbrüche ist rückläufig

Während die Zahlen der Vermögensdelikte allgemein deutlich (um rund einen Viertel) und jene der Betrugsdelikte leicht (minus 12 Prozent) zurückgingen, gewinnen Cyberbetrug und IT-Delikte allgemein immer mehr an Bedeutung. «Dieses schweizweite Phänomen macht auch vor den Obwaldner Kantonsgrenzen nicht halt. Wir stellen auch bei uns den Trend weg von klassischen Vermögensdelikten hin zu Delikten über das Internet oder das Telefon fest», sagt Christoph Fries. «Die Banden werden immer professioneller, sie arbeiten mit gefälschten Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Das macht die Ermittlungen aufwendig.» Dies erkläre auch die im langjährigen Vergleich tiefe Aufklärungsquote von 35 Prozent in diesem Bereich. Mit der kürzlich geschaffenen eigenständigen IT-Ermittlungsstelle wolle man dem neuen Phänomen in Zukunft noch vermehrt Rechnung tragen. Auch arbeite man vermehrt mit anderen Kantonen zusammen.

Weiter rückläufig ist hingegen die Zahl der Einbruchsdelikte (minus 32 Prozent). Diese Abnahme führt Christoph Fries auf die nationale und kantonale Präventionsarbeit mit Beratung sowie vermehrter Präsenz in Wohnquartieren und Industriegebieten zu kritischen Tageszeiten zurück.

Hinweis

Weitere Details zu den Kriminalstatistiken: www.ow.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.