OBWALDEN: Ist Beitritt zu Hochschul­konkordat überflüssig?

Der Kanton soll dem Hochschulkonkordat beitreten. Der Nutzen ist allerdings gering, räumt selbst die Regierung ein.

Oliver Mattmann
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Studierende in den Gängen der Hochschule Luzern beim Bahnhof. (Bild Pius Amrein)

Studierende in den Gängen der Hochschule Luzern beim Bahnhof. (Bild Pius Amrein)

Obwohl Obwalden selbst über keine Hochschule verfügt, soll sich der Kanton dem schweizerischen Hochschulkonkordat, das im Juni 2013 gebildet worden ist, anschliessen. Der Antrag der Regierung kommt am 23. Oktober in den Kantonsrat. Mit dem Konkordat soll eine hohe Qualität von Lehre und Forschung gewährleistet und eine bessere Abstimmung der verschiedenen Angebote bewirkt werden. So gelten für alle Hochschulen erstmals gemeinsame Kriterien, sie bewahren aber ihre Eigenständigkeit.

Bloss: Der Gestaltungsspielraum für den Kanton Obwalden wird sich mit dem Beitritt nicht markant vergrössern. Denn Einsitz in den Hochschulrat haben nur Universitätskantone. Der Regierungsrat hatte sich in der Vernehmlassung zum Konkordat vergeblich dafür eingesetzt, dass auch Nicht-Standortkantone in denRat hätten gewählt werden können.