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OBWALDEN: Jäger attackieren Jagdverwaltung

Die Jagd soll zurück ins Sicherheits- und Justizdepartement. Der gegen Peter Lienert gerichtete Antrag erreichte eine knappe Mehrheit.
Romano Cuonz
Kantonsoberförster Peter Lienert blieb - trotz gehässigen Attacken - ruhig und sachlich, hier übergibt er den Pilatus-Bahnen einen Steinbock. (Archivbild Neue LZ)

Kantonsoberförster Peter Lienert blieb - trotz gehässigen Attacken - ruhig und sachlich, hier übergibt er den Pilatus-Bahnen einen Steinbock. (Archivbild Neue LZ)

«Man kann nicht gleichzeitig einen braunen und grünen Hut tragen», schimpfte der Alpnacher Jäger Sepp Zumbühl an der Generalversammlung des Obwaldner Patentjägervereins und schaute dabei zum anwesenden Jagdverwalter und Kantonsoberförster Peter Lienert. Der Interessenkonflikt sei zu gross, deshalb fordere er: «Die Jagd soll vom Bau- und Raumentwicklungs­departement wieder zurück ins Sicherheits- und Justizdepartement wechseln.» Nicht ohne Emotionen stellte Zumbühl in einem zweiten Antrag die für ihn entscheidende Frage in den Raum: «Sind Jägerinnen und Jäger mit den jagdpolizeilichen Vorschriften, wie sie uns in den letzten Jahren diktiert wurden, noch zufrieden?» Dabei ging es ihm um die Regulierung des Gämsbestandes.

Lebensraum kontra Jagdtrophäen

Hintergrund für die Vorstösse bilden zwei Konfliktherde: Zum einen hat die Jagdverwaltung, im Interesse eines gesunden Gämswildbestandes, den Abschuss von mittelalten zukunftsfähigen Böcken eingeschränkt. Zur Stabilisierung des Bestandes wird der Abschuss von gleich vielen Geissen wie Böcken geplant. Damit aber kommen Jäger weniger leicht zu Trophäen.

Vorsteher Peter Lienert blieb – trotz gehässigen Attacken – ruhig und sachlich, als er erklärte: «Im Gegenteil, unser oberstes Ziel ist es, die Jagd zu unterstützen und trotzdem gesunde Wildbestände zu erhalten.»

Sepp Zumbühl stiess mit seinen Anträgen bei weitem nicht bei allen Jägern auf Zustimmung. Doch schliesslich erteilten die Jäger dem Vorstand – nachdem zwei Mal ausgezählt wurde – mit 54 Ja zu 51 Nein bei 20 Enthaltungen den Auftrag, bei der Regierung vorstellig zu werden.

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