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OBWALDEN: «Jeder kommt mit persönlichen Fragen»

Seit 25 Jahren gibt es das Bildungs- Informations-Zentrum (BIZ). Allein 2014 nutzten es 1700 Besucher. Vor allem gefragt: persönliche Information.
Leiterin Ida Britschgi informiert einen Besucher im BIZ. (Bild Corinne Glanzmann)

Leiterin Ida Britschgi informiert einen Besucher im BIZ. (Bild Corinne Glanzmann)

Marion Wannemacher

Heute ist es vergleichsweise ruhig im BIZ, dem Bildungs-Informations-Zentrum an der Brünigstrasse 178 in Sarnen. Wegen der Sommerferien gibt es zurzeit keine Klasseneinführungen. Insgesamt aber finden pro Jahr zwischen 1700 und 2000 Besucher den Weg hierher. Seit 25 Jahren gibt es das BIZ in Obwalden. «Damals hatten viele Leute noch kein Internet», erzählt Gerhard Britschgi, Leiter der Abteilung für Berufs- und Weiterbildung. «Das Angebot bestand nur aus aufwendigen persönlichen Berufsberatungen. Einen Teil davon konnte man jedoch niederschwellig abdecken», erklärt Britschgi, der selbst bereits seit 22 Jahren dabei ist. Das BIZ entstand. Es gilt als «Kompetenzzentrum des Kantons für aktuelle Informationen zu Beruf-, Aus- und Weiterbildung sowie für den Arbeitsmarkt», so der Abteilungsleiter.

Unterlagen zu über 200 Lehren

Mit einem einzigen Raum fing man 1990 an. «Der war vollgepackt mit Ordnern und Berufsunterlagen. So könnte man heute nicht mehr arbeiten», schmunzelt Britschgi. Heute befindet sich in genau diesem Raum eine Arena mit Sitzkissen für Klasseneinführungen und das bequeme Stöbern in den Unterlagen. Seit 2011 besteht das BIZ aus drei hellen Räumen. Sie sind miteinander verbunden und bieten genügend Platz für alle Medien wie Berufsordner, Broschüren oder Filme, für die Computer und DVD-Player zur öffentlichen Nutzung. Zur Verfügung stehen aktuelle Dokumentationen zu rund 240 beruflichen Grundbildungen und bis zu 1000 Weiterbildungen.

Seit fünf Jahren ist Ida Britschgi Leiterin des BIZ. «Ich mache das sehr gern», versichert sie mit Überzeugung. Es sei eine spannende Arbeit, findet sie. Am Morgen weiss Ida Britschgi noch nicht, was der Tag bringt. «Jeder kommt mit seinen persönlichen Fragen.» Das BIZ ist eine Mischung aus Informationsangebot und Auskunftsstelle. Hier genau liege auch der Unterschied zur Nutzung von vor 25 Jahren. Daheim recherchieren viele häufig bereits im Internet. Im BIZ geht es dann häufig darum, die Informationen einzuordnen. Gerhard Britschgi nennt ein Beispiel aus der Praxis: «Eine junge Frau aus Obwalden möchte Kosmetikerin werden. Hier ging es zunächst mal darum, klarzustellen, dass man zwischen privatem Kurzlehrgang und eidgenössischem Berufslehrgang unterscheidet und was welchen Stellenwert hat.»

Ida Britschgi bekommt viel mit von den persönlichen Bedürfnissen der BIZ-Besucher. Gerade wenn jemand aus einer Umstellung der familiären Lebenssituation beispielsweise plötzlich Geld verdienen muss, geht ihm oder ihr schon mal das Herz über. Die Leiterin des BIZ achtet darauf, dass der persönliche Schutz gewahrt bleibt, zumal wenn noch jemand anwesend ist.

Bodenständige Obwaldner

60 Prozent der Besucher sind Jugendliche, die sich um ihre berufliche Erstwahl kümmern. Ende der ersten oder Anfang der zweiten Orientierungsschule nehmen viele von ihnen an einer Klasseneinführung teil. Zwei Drittel von ihnen kommen nochmals individuell mit Kollegen, Eltern oder allein. Berufe, auf die sich Schüler heute stürzen, sind Detailhandelsfachfrau, Kaufmann, Fachmann Gesundheit und Fachfrau Betreuung. Schüler aus Obwalden bleiben gern im Kanton: Nur rund dreissig Prozent von ihnen absolvieren laut Berufs- und Weiterbildungsberatung ihre Ausbildung ausserhalb der Kantonsgrenzen, vor allem in Luzern und in Nidwalden. Alle anderen BIZ-Nutzer sind Erwachsene, die sich weiterbilden oder umschulen möchten, Arbeitslose oder Wiedereinsteiger. Und auch dafür ist Ida Britschgi da: Wer nicht weiss, ob seine Bewerbung Erfolg versprechend ist, zeigt sie ihr nach vorheriger Anmeldung einfach.

Hinweis

www.berufsberatung-ow.ch Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr sowie Mittwoch von 13.30 bis 18 Uhr.

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