Obwalden
Jungfreisinnige reagieren auf Kritik der Juso am Steuersystem

Die Steuerstrategie soll so, wie sie besteht, weitergeführt werden, finden die Obwaldner Jungfreisinnigen. Die von der Juso geäusserte Kritik bezüglich der Steuersenkung in Sarnen teilt die Partei nicht.

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Nachdem die Jungsozialisten und -sozialistinnen Obwalden in einer Medienmitteilung die Obwaldner Kantonsregierung des «Steuerfanatismus» kritisierten, melden sich nun die Jungfreisinnigen zu Wort. Die Forderung nach einem Umkrempeln des Obwaldner Steuersystems teilen sie nicht, schreiben sie in einer Medienmitteilung. «Mit dieser Grundsatzkritik sind wir nicht einverstanden», wird Tim Wolf (Alpnach) von den Jungfreisinnigen Obwalden darin zitiert. Die Obwaldner Steuerstrategie habe sich bewährt, und der Kanton Obwalden sei gegenwärtig finanziell deutlich besser aufgestellt als noch vor 15 Jahren. Dies sei neben einem attraktiven Mix aus Infrastruktur, Erreichbarkeit, Bildungssystem und Freizeitaktivitäten natürlich auch der Ausgestaltung des Steuersystems zu verdanken.

Die Jungfreisinnigen Obwalden plädieren deshalb dafür, die Steuerstrategie weiterzuführen. Es sei ein Trugschluss der Jungsozialistinnen zu meinen, dass mehr Staatsausgaben das Bildungssystem automatisch verbessern. Die Jungfreisinnigen würden sich konsequent für eine starke Bildung einsetzen.

Marktorientierte Lösungsansätze statt Steuermillionen

Dasselbe gelte auch im Bereich des Umweltschutzes: Mit innovativen und marktorientierten Lösungsansätzen könne die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft in Obwalden ihrer Ansicht nach deutlich schneller voranschreiten als mit Steuermillionen, wie dies die Jusos ständig fordere. Die Partei betont in der Medienmitteilung aber, offen für Anpassungen am Steuersystem zu sein. Für sie sei es beispielsweise unverständlich, weshalb Unternehmen, welche sich weder taufen noch kirchlich trauen können, zur Zahlung von Kirchensteuern verpflichtet sind. (mah)

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