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OBWALDEN: Juvenat verschiebt Umzug um ein Jahr

Der Umzug der Stiftung Juvenat ins neue Domizil in Melchtal verzögert sich. Grund ist eine Über­prüfung der Kosten und Pläne.
Marion Wannemacher
Die Stiftung Juvenat bleibt länger als angenommen am jetzigen Standort. (Bild Corinne Glanzmann)

Die Stiftung Juvenat bleibt länger als angenommen am jetzigen Standort. (Bild Corinne Glanzmann)

«Das Projekt ist nach wie vor gut», hält Stiftungsratspräsident Pater Pascal Marquard zu den Umbauplänen für das neue Jugendwohnheim der Stiftung Juvenat fest. Allerdings werde der Umzug vom Flüeli ins ehemalige Institut des Benediktinerinnenklosters Melchtal nicht wie angekündigt in diesem Jahr erfolgen. Der Grund: «Im Stiftungsrat wurde die Frage gestellt, ob man die Arbeiten mit der geplanten Summe von 5 Millionen Franken machen könne», berichtet Pater Pascal. Ein neues Architekturbüro sei mit der Überprüfung beauftragt worden. Mit dem Ergebnis, dass die Zweifel über die tatsächlichen Kosten berechtigt seien. Das gleiche Architekturbüro ist nun auch mit dem Umbau beauftragt worden.

An Kostenrahmen festhalten

«Es gibt aber keine substanziellen Veränderungen. Im Innern werden gewisse Arbeiten nun nicht oder vereinfacht ausgeführt», erklärt der Stiftungsratspräsident. Laut Pater Pascal müssen nicht alle Mauern – wie ursprünglich geplant – herausgenommen werden, sondern die Nutzung der Räume werde besser an bestehende Strukturen angepasst. Auch eine geplante Erschliessungstreppe wird nun nicht realisiert. So wolle man den ursprünglich bestimmten Kostenrahmen einhalten.

Insgesamt habe sich der Zeitplan damit um ein Jahr verschoben. Gezügelt wird nun voraussichtlich erst im Frühsommer 2017. Bislang haben im ehemaligen Institut der Benediktinerinnen vor allem Rückbauarbeiten stattgefunden. Teppiche, Bodenbeläge und Sanitätsinstallationen wurden im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms der Caritas ebenso entfernt wie Leichtbauwände. Auch ist eine Baustellenzufahrt erstellt worden. Zunächst gehe es jetzt darum, für das gesamte Projekt ein überarbeitetes Budget zu verabschieden, um dann im Mai und Juni erste Ausschreibungen vorzunehmen und im September oder Oktober mit dem Bau zu starten.

Optik von aussen bleibt erhalten

Wichtigster Eingriff: Die Nutzungen der ehemaligen Internatsräumlichkeiten werden mit denen des ehemaligen Schulgebäudes getauscht. «Dadurch profitieren die Jugendlichen von einer attraktiveren Wohnlage gegen den Berg anstatt zur Strasse hin. Sie haben so mehr Möglichkeiten, ins Freie zu gelangen. Ferner müssten die Gebäude nutzbar gemacht werden für heutige pädagogische Anforderungen des systemischen Schul- und Therapieheims», erklärt Pater Pascal.

Den Betrachter erwarten von aussen kaum optische Veränderungen. «Es gibt keine massiven Eingriffe», sagt Pater Pascal Marquard. Geradezu glücklich sei man über die solide und qualitätsvolle Gebäudestruktur und -hülle des Frauenklosters, freut sich der Stiftungsratspräsident. Auch sei das Gebäude von den Benediktinerinnen sehr gut unterhalten worden.

Ziehen auch Frauen ein?

Derzeit verfügt die Stiftung Juvenat über 24 Plätze für die stationäre Betreuung von männlichen Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren, die in ihrer schulischen und sozialen Entwicklung erhebliche Defizite aufweisen. Durch den Umbau wird es mehr Platz geben. Die neuen Gebäude werden über eine doppelt so grosse Fläche verfügen.

«Es gibt Überlegungen für weitere Plätze für männliche Jugendliche, aber auch für eine Abteilung mit weiblichen Jugendlichen.» Der Stiftungsratspräsident betont aber, dass es sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur um Überlegungen handle.

Marion Wannemacher

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