Obwalden
Kantonalbank unterstützt das Freiwilligenprojekt Circus Viva mit einem Förderpreis

Grosse Freude beim Team von Circus Viva: Sie feierten am Mittwoch den Sozialförderpreis der Obwaldner Kantonalbank.

Marion Wannemacher
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In der Dreifachturnhalle wird eifrig trainiert. Kleine Akrobaten im Alter von 7 bis 16 Jahren proben ihre Nummern am hängenden Seil, an Leitern und auf aufgetürmten Bänken. Heute gibt es beim Training Zuschauer: Eine Delegation der Obwaldner Kantonalbank wandert von Gruppe zu Gruppe und schaut gebannt zu. Gerade ist Lena Bucher aus Kerns an der Reihe. So klein die Siebenjährige ist, beherrscht sie ihren Teil der Aufführung. Der Spagat auf der umgedrehten Bank gelingt perfekt. Begeisterter Beifall von den Zuschauern.

Die Artisten von Circus Viva trainieren für die Vorstellungen. Im Spagat: Lena Bucher aus Kerns.

Die Artisten von Circus Viva trainieren für die Vorstellungen. Im Spagat: Lena Bucher aus Kerns.

Bild Marion Wannemacher (Sarnen, 6. Oktober 2021)

Nicht nur Lena strahlt, für das Team von Circus Viva ist heute ein besonderer Tag. Es erhält den mit 20'000 Franken dotierten Förderpreis für Sozialengagement der Obwaldner Kantonalbank. In der kurzen, aber herzlichen Laudatio drückt Hans-Ruedi Durrer, Mitglied der Geschäftsleitung, seine Begeisterung für das Projekt aus. «Die sinnvolle und sinngebende Freizeitbeschäftigung fördert den Gemeinschaftssinn, die Kreativität und teilweise verborgene Talente – nicht am Smartphone, Computer oder Fernsehen.»

Am Anfang stand eine Umfrage

Mit der Vergabe des Preises soll laut Durrer auch der «tolle ehrenamtliche Einsatz aller Beteiligten besonders gewürdigt werden». 20 Gruppenleiter und 30 weitere freiwillige Helfer engagieren sich in diesem Jahr für 110 Kinder. Ihnen stehen drei professionelle Zirkuspädagogen zur Seite. Hans-Ruedi Durrer zitiert eine Aussage von Circus Viva auf der Website:

«Wir zeigen, was man in einer Woche auf die Beine stellen kann, wenn man gemeinsam an einem Strick zieht.»

Hinter Circus Viva steht der Frauenbund Obwalden als Dachverband der Obwaldner Frauengemeinschaften und deren Familientreffs. Ruth Barmet erzählt an der Preisübergabe deren Geschichte. So startete das Projekt 2006 mit einer Umfrage der damaligen Regionalleiterin Lisbeth Berchtold an die Obwaldner Familientreffs, ob sie Interesse hätten, eine Zirkusprojektwoche auf die Beine zu stellen. Nach einer weiteren Projektwoche in 2009 etablierte sich der Circus Viva ab 2013 im zweijährlichen Rhythmus abwechselnd mit der Ferienpasswoche und findet nun jeweils in ungeraden Jahren statt.

Förderpreis für Sozialengagement der Obwaldner Kantonalbank geht an das Team von Circus Viva. Jeder darf den Pokal, einen gravierten Guberstein, halten. Von links: Katrin Imhof, Christina Niederberger, Ruth Gasser, Hans-Ruedi Durrer, Mitglied der Geschäftsleitung der Obwaldner Kantonalbank, Ruth Barmet und Fränzi von Wyl.

Förderpreis für Sozialengagement der Obwaldner Kantonalbank geht an das Team von Circus Viva. Jeder darf den Pokal, einen gravierten Guberstein, halten. Von links: Katrin Imhof, Christina Niederberger, Ruth Gasser, Hans-Ruedi Durrer, Mitglied der Geschäftsleitung der Obwaldner Kantonalbank, Ruth Barmet und Fränzi von Wyl.

Marion Wannemacher (Sarnen, 6. Oktober 2021)

Die Motivation dahinter sei heute noch ihr Motto, betont Ruth Barmet: «Etwas Besonderes für 120 Obwaldner Kinder realisieren, ein sinnvolles Ferienprogramm gestalten, zusammen etwas Grossartiges zu Stande bringen, unvergessliche Erlebnisse ermöglichen, andere Kinder kennen lernen, Teamgeist wecken, soziale Kompetenzen stärken, motivieren und bewegen.» Als Höhepunkt zeigen die Kinder in drei Aufführungen, was sie können.

Ein Zeichen der Wertschätzung für alle

Lena Bucher ist dieses Jahr zum ersten Mal bei Circus Viva dabei. «Es macht mir mega viel Freude», sagt sie überzeugt. «Du kannst entscheiden, was du machen willst, und schauen, was du kannst und was nicht.» Und, ja, sie glaube schon, dass sie beim nächsten Mal wieder dabei sei.
Ruth Gasser aus dem Organisationsteam zeigt sich sehr, sehr glücklich über den Preis. Der grosse finanzielle Beitrag sei ein «Zeichen der Wertschätzung für alle», die hier mitarbeiteten, findet sie. «Er unterstützt uns und motiviert uns, dranzubleiben, das Projekt in zwei Jahren wieder auf die Beine zu stellen.»







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