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OBWALDEN: Kleines Melchtal bleibt länger gesperrt

Der Weg ins Kleine Melchtal ist wegen Sturmschäden gesperrt. Die Räumung kann erst im April starten und wird gefährlich. Trotz drohendem Steinschlag halten sich nicht alle Wanderer an das Verbot.
Franziska Herger
Der Weg ins Kleine Melchtal ist gesperrt. Ein eher unscheinbares Schild (links) weist Wanderer darauf hin. Der Sturm Burglind hat im Tal Zerstörung hinterlassen. (Bilder: Markus von Rotz (Sachseln, 26. Februar 2018))

Der Weg ins Kleine Melchtal ist gesperrt. Ein eher unscheinbares Schild (links) weist Wanderer darauf hin. Der Sturm Burglind hat im Tal Zerstörung hinterlassen. (Bilder: Markus von Rotz (Sachseln, 26. Februar 2018))

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Wer dieser Tage ins Kleine Melchtal wandern will, stösst auf ein rotes Verbotsschild: Der Weg ist gesperrt. Ein Blick dahinter zeigt ein Bild der Zerstörung: Kreuz und quer liegen Bäume an den Hängen oder sind übereinander, auf die Strasse und ins Bachbett der Kleinen Melchaa gestürzt. Die Schäden sind ein Überbleibsel des Sturms Burglind, der Anfang Januar auch durchs Kleine Melchtal fegte. Das Holz konnte wegen der Witterung bisher nicht abtransportiert werden, sagt der Sachsler Revierförster Walter Berchtold auf Anfrage: «Vor kurzem bestand noch Eisschlaggefahr. Nun droht Steinschlag, weil die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt fallen und tagsüber Tauwetter herrscht. Jetzt Personal und Maschinen ins Kleine Melchtal zu schicken, wäre viel zu gefährlich.»

Man hoffe, die rund 50 Fichten und Buchen je nach Witterung im April entfernen zu können. «Die Bäume müssen raus, sonst tritt im Sommer bei Gewittern die Kleine Melchaa über die Ufer und überflutet die Strasse.» Die Arbeit werde selbst bei höheren Temperaturen aufwendig und gefährlich, sagt Berchtold: «An der tiefsten Stelle der Schlucht hängen die Bäume links und rechts von den Tobelwänden hinunter, da kommen die Arbeiter nur schwer ran.» Man werde die Lage mit der Abteilung für Naturgefahren des Kantons besprechen, so Walter Berchtold. Er gehe davon aus, dass man an dieser Stelle darauf verzichte, das Sturmholz abzutransportieren. «Die Bäume machen dort keine Probleme. Es bräuchte ein Wahnsinnshochwasser, um die Stämme fortzuschwemmen, und die Schlucht ist so tief, dass die Kleine Melchaa nicht über die Ufer treten kann.»

Der Rest des Gebiets entlang der Strasse ins Kleine Melchtal bis zum Kraftwerk des Elektrizitätswerks Obwalden (EWO) soll baumfrei werden. Das EWO übernehme die Hauptfinanzierung, so Berchtold. Die 50 bis 100 Kubikmeter Holz werden zu Schnitzelholz verarbeitet. «Nur ein Teil kann als Stammholz verkauft werden, da die Bäume im Sturm stark zerschlagen und zersplittert wurden», so der Förster.

Sperrung wird auf eigene Gefahr missachtet

Nicht alle Wanderer hätten sich in den vergangenen Wochen an das «Gesperrt»-Schild gehalten, erzählt Walter Berchtold. Er habe Stiefelspuren gesehen. Der Förster warnt: «Als alles gefroren war, bestand noch weniger Gefahr. Jetzt ginge nicht mal mehr ich in das Tal.» Wer die Sperrung nicht beachte, tue das auf eigene Gefahr, sagt Urs Wallimann, Geschäftsführer des Vereins Obwaldner Wanderwege. «Die Haftung der Gemeinde Sachseln wird dadurch ausgeschlossen.» Im Verlauf der nächsten zwei Wochen wird die Sperrung zusätzlich auffälliger signalisiert, weil im weiteren Einzugsgebiet Sturmholz geschlagen und mit dem Helikopter wegtransportiert wird. «Ab Ende April sollte der Weg wieder offen sein», meint Walter Berchtold.

Der Weg ins Kleine Melchtal ist gesperrt. Ein eher unscheinbares Schild (links) weist Wanderer daraufhin. Der Sturm Burglind hat im Tal Zerstörung hinterlassen. (Bilder: Markus von Rotz (Sachseln, 26. Februar 2018))

Der Weg ins Kleine Melchtal ist gesperrt. Ein eher unscheinbares Schild (links) weist Wanderer daraufhin. Der Sturm Burglind hat im Tal Zerstörung hinterlassen. (Bilder: Markus von Rotz (Sachseln, 26. Februar 2018))

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