Obwalden

Kraftwerk Sarneraa: Untertunnelung der Druckleitung geht in Geschichte ein

Das Kraftwerk Sarneraa hat im vergangenen Geschäftsjahr 13 Millionen Kilowattstunden CO2-freien Strom produziert. Die aufwendige Untertunnelung des Druckstollens im Rahmen der Bauarbeiten für den Hochwasserschutz ist ohne Schäden geglückt.

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Die im Sprengvortrieb ausgebrochene Startröhre für die Tunnelbohrmaschine im Hochwasserentlastungsstollen Sarneraatal. Nur 1,3 Meter oberhalb des Tunnelfirsts verläuft der Druckstollen.

Die im Sprengvortrieb ausgebrochene Startröhre für die Tunnelbohrmaschine im Hochwasserentlastungsstollen Sarneraatal. Nur 1,3 Meter oberhalb des Tunnelfirsts verläuft der Druckstollen.

Bild: PD

(unp) Das Kraftwerk Sarneraa hat im vergangenen Geschäftsjahr Strom für rund 3000 Durchschnittshaushalte oder 13 Millionen Kilowattstunden CO2-freien Strom produziert. Wie die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) mitteilen, war die Produktion im Vergleich zum 20-jährigen Mittel witterungsbedingt im Winterhalbjahr überdurchschnittlich und im Sommerhalbjahr leicht unterdurchschnittlich. Der Kraftwerksbetrieb sei ohne nennenswerte Störungen verlaufen.

Als besonderes Ereignis erwähnt das Unternehmen die aufwendige Untertunnelung ihres Druckstollens bei Alpnach in einer Nähe von weniger als 1,5 Metern im Rahmen der Bauarbeiten für den Hochwasserentlastungsstollen. Die Erschütterungen der Anlagen der KW Sarneraa wurden zu jedem Zeitpunkt genau gemessen und protokolliert. Und aus Sicherheitsgründen wurde der Betrieb des Kraftwerks während der Untertunnelung eingestellt. Diese konnte im Juni 2020 ohne Schäden abgeschlossen werden.

Am Aktienkapital der Kraftwerk Sarneraa AG sind die Gemeinden Alpnach, Sarnen sowie der Kanton Obwalden beteiligt. CKW ist mit der Betriebs- und Geschäftsführung betraut und bezieht als weitere Aktionärin die produzierte Energie.