OBWALDEN: Mattscheibe für die Kantons­mitarbeiter

Die TV-Bilder der Olympischen Spiele gelangen nicht in Büros der Kantonsverwaltungen. Firmen handhaben Internetfernsehen etwas grosszügiger.

Drucken
Teilen
Olympische Spiele via Live-Stream am Arbeitsplatz: Arbeitgeber gehen damit ganz unterschiedlich um (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Olympische Spiele via Live-Stream am Arbeitsplatz: Arbeitgeber gehen damit ganz unterschiedlich um (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Um die Olympischen Wettkämpfe in Sotschi live mitverfolgen zu können, ist in Zeiten des Internets kein Fernseher mehr notwendig. Dank Streaming kann man auch über Internet Fernsehen schauen und Radio hören. Wie handhaben das Arbeitgeber in der Region?

Bei den Kantonsverwaltungen von Obwalden und Nidwalden ist nichts mit Internetfernsehen. «Bei den meisten Arbeitsplätzen des Kantons sind die Streamingfunktionen gesperrt», sagt Oskar Zumstein, Geschäftsführer des Informatikleistungszentrums (ILZ), das die rund 1200 PC-Arbeitsplätze der beiden kantonalen und der 18 kommunalen Verwaltungen sowie die 400 Anschlüsse der Schulen Ob- und Nidwaldens verwaltet.

Arbeit nicht vernachlässigen

Keine Restriktionen kennt die Raiffeisenbank der Region Vierwaldstättersee Süd mit den Filialen Buochs, Emmetten, Ennetbürgen und Seelisberg. Die Streaming-Funktionen sind auf den Bildschirmen der rund 40 Mitarbeiter nicht gesperrt. «Es ist den Mitarbeitern nicht untersagt, bei speziellen Anlässen kurzfristig den Fernseher anzuschalten. Die Handhabung ist etwa gleich wie private Telefone oder Internetbenützung am Arbeitsplatz. Arbeit und Kunden dürfen nicht vernachlässigt werden», hält Alfred Bossard, Vorsitzender der Bankleitung Region Vierwaldstättersee Süd fest.

Zug: Olympia Ja, aber nicht zu viel

Im Kanton Zug ist man etwas weniger streng und setzt auf das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter», wie Regierungsrat Peter Hegglin sagt. Dem Finanzdirektor ist auch das Personalamt unterstellt. Grenzenlos soll der Internetkonsum aber auch im Kanton Zug nicht sein, der Regierungsrat hat schon vor einiger Zeit vorgesorgt.